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            <title>Landesmitgliederversammlung Grüne Bremen 26.09.2025: Alles</title>
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                        <title>LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
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                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Terrorangriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 waren eine – für die israelische Bevölkerung - schmerzhafte und retraumatisierende Zäsur. An diesem Tag wurden 1200 israelische Zivilist*innen ermordet und über 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Eines muss klar benannt werden: es ist die Agenda der Hamas und ihrer Verbündeten, den Staat Israel und das jüdische Leben in der Region auszulöschen. Das Existenzrecht Israels, das Recht auf Selbstverteidigung sowie der Schutz jüdischen Lebens sind für uns nicht verhandelbar. Aufgrund der deutschen Geschichte und der Verbrechen des Holocaust tragen wir eine besondere Verantwortung, die dauerhafte Sicherheit Israels und seiner Bürger*innen zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Massaker vom 7. Oktober reagierte die israelische Regierung mit einer militärischen Offensive, die das Ziel verfolgte, die Hamas dauerhaft zu entwaffnen. Angesichts der Zerstörung und der humanitären Lage im Gazastreifen bietet sich inzwischen ein verheerendes Bild. Während sich die Anzahl der Opfer derzeit kaum überprüfen lässt, gehen die Vereinten Nationen von über 60.000 Toten und mehr als 160.000 Verwundeten aus, davon über die Hälfte unter vulnerablen Gruppen wie Kindern, Frauen und alten Menschen.<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Leid der Zivilbevölkerung, die hohen Opferzahlen und das Ausmaß der Zerstörung der kritischen Infrastruktur in Gaza sind erschütternd. Militärische Offensiven in verschiedenen Regionen Gazas haben 90 Prozent der Bevölkerung zu Binnenvertriebenen gemacht und die zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, zum Zusammenbruch gebracht. Neben der fehlenden medizinischen Versorgung beraubt dies insbesondere eine junge Generation in Gaza ihrer Bildungs- und Zukunftschancen. Mitschuld an dieser Tragödie trägt die Hamas, die seit Jahrzehnten gezielt die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Infrastruktur verwischt, um die Menschen vor Ort als Schutzschilde zu missbrauchen. Ein Vorgehen, das eindeutig gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und das wir strikt verurteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 führte die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im März den Krieg im Gazastreifen fort und verhängte zeitgleich eine Blockade über die Lieferung humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.<a href="#_ftn2">[2]</a> In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung in Gaza und der gezielten Blockade humanitärer Hilfe muss die Verhältnismäßigkeit der israelischen Selbstverteidigung im Rahmen des humanitären Völkerrechts mittlerweile in Zweifel gezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Treibende Kraft hinter der humanitären Blockade und der Fortsetzung des Kriegs sind die Rechtsextremisten in der israelischen Regierung. Durch Netanjahus innenpolitische Motivation, insbesondere den Willen zum persönlichen Machterhalt, haben sie weit mehr politisches Gewicht, als ihnen mit Blick auf ihre Größe in der Knesset zukommen würde. Vertreter dieser Parteien, wie die Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben sich in der Vergangenheit wiederholt menschenfeindlich über Palästinenser*innen geäußert und eine dezidiert antiarabische Vision eines „Großisrael“ propagiert, die auch eine Annexion des Westjordanlandes einschließt.<a href="#_ftn3">[3]</a> Eine weitere Ausbreitung jüdischer Siedlungen würde eine Befriedung der Region im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung endgültig unmöglich machen. Die kürzlich von der Netanjahu-Regierung auf den Weg gebrachten Beschlüsse, um neue Siedlungen im Westjordanland zu schaffen, verdeutlichen, dass die amtierende Regierung aktiv gegen eine Zwei-Staaten-Lösung arbeitet. Jede Annexion durch Israel ist völkerrechtswidrig und ist strikt abzulehnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Fortführung des Krieges in Gaza agiert die Regierung um Netanjahu auch gegen die wachsende Kritik aus den Reihen des eigenen Militärs<a href="#_ftn4">[4]</a> und der Opposition, sowie gegen einen großen Teil der Zivilgesellschaft, der zu Zehntausenden gegen den Krieg demonstriert,<a href="#_ftn5">[5]</a> und gegen die Familien der entführten Geiseln. Diese engagieren sich für ein Ende des Krieges im Gazastreifen und die sichere Rückkehr der noch in Gefangenschaft befindlichen Personen<a href="#_ftn6">[6]</a>, zu denen auch mehrere deutsche Staatsbürger gehören.<a href="#_ftn7">[7]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss sich in dieser Situation und vor dem Hintergrund seiner historischen Verantwortung klar positionieren: solidarisch mit der Zivilgesellschaft vor Ort, für die Sicherheit Israels und im Einklang mit einer regelbasierten Weltordnung. Wir respektieren die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs und seine Rolle bei der Durchsetzung des Völkerrechts. Das Handeln der Netanyahu Regierung hat Israel diplomatisch und international isoliert und damit in existenzielle Gefahr gebracht. Deutschland sollte der amtierenden israelischen Regierung im Interesse der langfristigen Sicherheit Israels im direkten diplomatischen Austausch deutliche Kritik äußern und sich entsprechend eng mit unseren europäischen und internationalen Partnern abstimmen. So hat Annalena Baerbock als Außenministerin bereits Anfang 2024 in Gesprächen in Jerusalem den Einsatz von Hunger scharf verurteilt.<a href="#_ftn8">[8]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ziele sind in erster Linie die Freilassung der Geiseln, Verbesserung der humanitären Versorgung der Menschen in Gaza und eine Reduzierung der israelischen Militäroperationen sowie ein dauerhafter Waffenstillstand. Gleichzeitig müssen personenbezogene Sanktionen (z. B. gegen die Minister Ben-Gvir und Smotrich) auf den Weg gebracht werden, um zu signalisieren, dass ihre menschenfeindliche Politik und Rhetorik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht geduldet wird. Auch die Aussetzung einzelner Kapitel des EU-Assoziierungsabkommens sollte geprüft werden. Deutschland sollte alle Anstrengungen unterstützen und vorantreiben, eine von den arabischen Staaten und der Palästinensische Befreiungsorganisation getragene Nachkriegsordnung in Gaza zu realisieren. Dabei darf keine Einigung mitgetragen werden, die die Terrororganisation Hamas irgendeine politische Rolle zugesteht. Das würde das Leben der Menschen in der Region zukünftig erneut gefährden und die Sicherheit Israels dauerhaft bedrohen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern wird, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Während diese Entscheidung nachvollziehbare Gründe hat und im Grundsatz von uns unterstützt wird, bleibt eine trennscharfe Abgrenzung der Rüstungsgüter schwierig und muss im Kontext der Bedrohung Israels durch eine Vielzahl an Akteuren in der Region und der Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit abgewogen werden. Diese Akteure umfassen neben der Hamas auch den Iran, die Hisbollah im Libanon und Syrien sowie die Huthi im Jemen. Die Verteidigungsfähigkeit Israels darf von einer Einschränkung der Waffenlieferungen nicht beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Monaten haben mehrere Staaten angekündigt, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen, einige haben diesen Schritt bereits vollzogen. Solange die Hamas die politische Führung in Gaza innehat, lehnen wir diese Anerkennung ab. Klar ist, dass es einen geordneten Prozess zur unabhängigen und friedlichen Verwaltung der palästinensischen Gebiete braucht, in dessen Rahmen eine Anerkennung möglich wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnis90/Die Grünen Bremen treten wir für eine friedliche und gerechte Lösung im Nahostkonflikt ein. Die Erklärung von New York, die auch von mehreren arabischen Staaten unterstützt wird, zeichnet die notwendigen Schritte in diese Richtung vor. Dringend erforderlich sind: ein sofortiger Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln, ein dauerhaft uneingeschränkter Zugang für humanitäre Hilfe, die Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, der Wiederaufbau ziviler Infrastruktur sowie die Rückkehr zu ernsthaften Friedensgesprächen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verlauf des Krieges und seine Folgen für Gaza und Israel bewegen sehr viele Menschen in unserem Bundesland. In Bremen und Bremerhaven leben zahlreiche Menschen, die persönliche Beziehungen in die Region haben und direkt von den Kriegsfolgen betroffen sind. Meinungsäußerungen und Demonstrationen, die auf das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen, finden ihre Grenze dort, wo es zu Antisemitismus und Gewalt kommt. Jüdinnen und Juden sollen im Land Bremen sicher leben können. Diskriminierung von Jüdinnen und Juden stellen wir uns ebenso wie antiisraelischem Antisemitismus entschieden entgegen. Im Rahmen der Möglichkeiten unseres Bundeslandes und seiner beiden Kommunen Bremen und Bremerhaven wollen wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Aufnahme von Kindern und Familien aus Gaza und Israel unterstützen, die dringend psychologische oder medizinische Hilfe benötigen. Hier ist die Bundesregierung in der Verantwortung, Strukturen zu schaffen, um eine sichere Einreise zu ermöglichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstützen, die sich der Menschenrechts- und Friedensarbeit im Kontext von Israel und den palästinensischen Gebieten widmen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Effektive Maßnahmen gegen Antisemitismus sowie antimuslimischen Rassismus fördern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulische Formate entwickeln und fördern (z. B. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung), um differenzierte Perspektiven zum Nahostkonflikt zu vermitteln und antisemitischen wie antimuslimischen Vorurteilen vorzubeugen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025">https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://de.wfp.org/krise/in/gaza">https://de.wfp.org/krise/in/gaza</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f">https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html">https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce">https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen">https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/">https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/ </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref8">[8]</a><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b">https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich auf der Landesmitgliederversammlung</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 11:20:15 +0200</pubDate>
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                        <title>LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90211</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90211</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Terrorangriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 waren eine – für die israelische Bevölkerung - schmerzhafte und retraumatisierende Zäsur. An diesem Tag wurden 1200 israelische Zivilist*innen ermordet und über 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Eines muss klar benannt werden: es ist die Agenda der Hamas und ihrer Verbündeten, den Staat Israel und das jüdische Leben in der Region auszulöschen. Das Existenzrecht Israels, das Recht auf Selbstverteidigung sowie der Schutz jüdischen Lebens sind für uns nicht verhandelbar. Aufgrund der deutschen Geschichte und der Verbrechen des Holocaust tragen wir eine besondere Verantwortung, die dauerhafte Sicherheit Israels und seiner Bürger*innen zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Massaker vom 7. Oktober reagierte die israelische Regierung mit einer militärischen Offensive, die das Ziel verfolgte, die Hamas dauerhaft zu entwaffnen. Angesichts der Zerstörung und der humanitären Lage im Gazastreifen bietet sich inzwischen ein verheerendes Bild. Während sich die Anzahl der Opfer derzeit kaum überprüfen lässt, gehen die Vereinten Nationen von über 60.000 Toten und mehr als 160.000 Verwundeten aus, davon über die Hälfte unter vulnerablen Gruppen wie Kindern, Frauen und alten Menschen.<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Leid der Zivilbevölkerung, die hohen Opferzahlen und das Ausmaß der Zerstörung der kritischen Infrastruktur in Gaza sind erschütternd. Militärische Offensiven in verschiedenen Regionen Gazas haben 90 Prozent der Bevölkerung zu Binnenvertriebenen gemacht und die zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, zum Zusammenbruch gebracht. Neben der fehlenden medizinischen Versorgung beraubt dies insbesondere eine junge Generation in Gaza ihrer Bildungs- und Zukunftschancen. Mitschuld an dieser Tragödie trägt die Hamas, die seit Jahrzehnten gezielt die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Infrastruktur verwischt, um die Menschen vor Ort als Schutzschilde zu missbrauchen. Ein Vorgehen, das eindeutig gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und das wir strikt verurteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 führte die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im März den Krieg im Gazastreifen fort und verhängte zeitgleich eine Blockade über die Lieferung humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.<a href="#_ftn2">[2]</a> In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich. Zudem ist der Zugang zu unabhängigen Informationen aus dem Gazastreifen stark eingeschränkt. Journalist*innen haben keinen freien Zutritt und viele wurden unter zum Teil noch ungeklärten Umständen getötet. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung in Gaza und der gezielten Blockade humanitärer Hilfe muss die Verhältnismäßigkeit der israelischen Selbstverteidigung im Rahmen des humanitären Völkerrechts mittlerweile in Zweifel gezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Treibende Kraft hinter der humanitären Blockade und der Fortsetzung des Kriegs sind die Rechtsextremisten in der israelischen Regierung. Durch Netanjahus innenpolitische Motivation, insbesondere den Willen zum persönlichen Machterhalt, haben sie weit mehr politisches Gewicht, als ihnen mit Blick auf ihre Größe in der Knesset zukommen würde. Vertreter dieser Parteien, wie die Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben sich in der Vergangenheit wiederholt menschenfeindlich über Palästinenser*innen geäußert und eine dezidiert antiarabische Vision eines „Großisrael“ propagiert, die auch eine Annexion des Westjordanlandes einschließt;<a href="#_ftn3">[3] </a>auch Premierminister Netanyahu hat seine Unterstützung für dieses Projekt zum Ausdruck gebracht [A] Eine weitere Ausbreitung jüdischer Siedlungen würde eine Befriedung der Region im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung endgültig unmöglich machen. Die kürzlich von der Netanjahu-Regierung auf den Weg gebrachten Beschlüsse, um neue Siedlungen im Westjordanland zu schaffen, und die von Bezalel Smotrich vorgestellten Pläne, zur ausdrücklichen Verhinderung eines palästinensischen Staates mehr als 80% des Westjordanlandes zu annektieren [B], verdeutlichen, dass die amtierende Regierung aktiv gegen eine Zwei-Staaten-Lösung arbeitet. Die im Juli von einer breiten Mehrheit der Knesset getragene Resolution, die eine Annexion des Westjordanlandes fordert [C], verdeutlicht den Rückhalt dafür auch im Parlament, ohne dabei jedoch Rückschlüsse auf die Bevölkerung zuzulassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Fortführung des Krieges in Gaza agiert die Regierung um Netanjahu auch gegen die wachsende Kritik aus den Reihen des eigenen Militärs<a href="#_ftn4">[4]</a> und der Opposition, sowie gegen einen großen Teil der Zivilgesellschaft, der zu Zehntausenden gegen den Krieg demonstriert,<a href="#_ftn5">[5]</a> und gegen die Familien der entführten Geiseln. Diese engagieren sich für ein Ende des Krieges im Gazastreifen und die sichere Rückkehr der noch in Gefangenschaft befindlichen Personen<a href="#_ftn6">[6]</a>, zu denen auch mehrere deutsche Staatsbürger gehören.<a href="#_ftn7">[7]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss sich in dieser Situation und vor dem Hintergrund seiner historischen Verantwortung klar positionieren: solidarisch mit der Zivilgesellschaft vor Ort, für die Sicherheit Israels und im Einklang mit einer regelbasierten Weltordnung. Wir respektieren die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs und seine Rolle bei der Durchsetzung des Völkerrechts. Das Handeln der Netanyahu Regierung hat Israel diplomatisch und international isoliert und damit in existenzielle Gefahr gebracht. Deutschland sollte der amtierenden israelischen Regierung im Interesse der langfristigen Sicherheit Israels im direkten diplomatischen Austausch deutliche Kritik äußern und sich entsprechend eng mit unseren europäischen und internationalen Partnern abstimmen. So hat Annalena Baerbock als Außenministerin bereits Anfang 2024 in Gesprächen in Jerusalem den Einsatz von Hunger scharf verurteilt.<a href="#_ftn8">[8]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ziele sind in erster Linie die Freilassung der Geiseln, Verbesserung der humanitären Versorgung der Menschen in Gaza und eine Reduzierung der israelischen Militäroperationen sowie ein dauerhafter Waffenstillstand. Gleichzeitig müssen personenbezogene Sanktionen (z. B. gegen die Minister Ben-Gvir und Smotrich) auf den Weg gebracht werden, um zu signalisieren, dass ihre menschenfeindliche Politik und Rhetorik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht geduldet wird. Auch die Aussetzung einzelner Kapitel des EU-Assoziierungsabkommens sollte geprüft werden. Deutschland sollte alle Anstrengungen unterstützen und vorantreiben, eine von den arabischen Staaten und der Palästinensische Befreiungsorganisation getragene Nachkriegsordnung in Gaza zu realisieren. Dabei darf keine Einigung mitgetragen werden, die die Terrororganisation Hamas irgendeine politische Rolle zugesteht. Das würde das Leben der Menschen in der Region zukünftig erneut gefährden und die Sicherheit Israels dauerhaft bedrohen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern wird, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Während diese Entscheidung nachvollziehbare Gründe hat und im Grundsatz von uns unterstützt wird, bleibt eine trennscharfe Abgrenzung der Rüstungsgüter schwierig und muss im Kontext der Bedrohung Israels durch eine Vielzahl an Akteuren in der Region und der Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit abgewogen werden. Diese Akteure umfassen neben der Hamas auch den Iran, die Hisbollah im Libanon und Syrien sowie die Huthi im Jemen. Die Verteidigungsfähigkeit Israels darf von einer Einschränkung der Waffenlieferungen nicht beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Monaten haben mehrere Staaten angekündigt, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen, einige haben diesen Schritt bereits vollzogen. Solange die Hamas die politische Führung in Gaza innehat, lehnen wir diese Anerkennung ab. Klar ist, dass es einen geordneten Prozess zur unabhängigen und friedlichen Verwaltung der palästinensischen Gebiete braucht, in dessen Rahmen eine Anerkennung möglich wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnis90/Die Grünen Bremen treten wir für eine friedliche und gerechte Lösung im Nahostkonflikt ein. Die Erklärung von New York, die auch von mehreren arabischen Staaten unterstützt wird, zeichnet die notwendigen Schritte in diese Richtung vor. Dringend erforderlich sind: ein sofortiger Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln, ein dauerhaft uneingeschränkter Zugang für humanitäre Hilfe, die Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, der Wiederaufbau ziviler Infrastruktur sowie die Rückkehr zu ernsthaften Friedensgesprächen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verlauf des Krieges und seine Folgen für Gaza und Israel bewegen sehr viele Menschen in unserem Bundesland. In Bremen und Bremerhaven leben zahlreiche Menschen, die persönliche Beziehungen in die Region haben und direkt von den Kriegsfolgen betroffen sind. Meinungsäußerungen und Demonstrationen, die auf das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen, finden ihre Grenze dort, wo es zu Antisemitismus und Gewalt kommt. Jüdinnen und Juden sollen im Land Bremen sicher leben können. Diskriminierung von Jüdinnen und Juden stellen wir uns ebenso wie antiisraelischem Antisemitismus entschieden entgegen. Im Rahmen der Möglichkeiten unseres Bundeslandes und seiner beiden Kommunen Bremen und Bremerhaven wollen wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Aufnahme von Kindern und Familien aus Gaza und Israel unterstützen, die dringend psychologische oder medizinische Hilfe benötigen. Hier ist die Bundesregierung in der Verantwortung, Strukturen zu schaffen, um eine sichere Einreise zu ermöglichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstützen, die sich der Menschenrechts- und Friedensarbeit im Kontext von Israel und den palästinensischen Gebieten widmen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Effektive Maßnahmen gegen Antisemitismus sowie antimuslimischen Rassismus fördern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulische Formate entwickeln und fördern (z. B. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung), um differenzierte Perspektiven zum Nahostkonflikt zu vermitteln und antisemitischen wie antimuslimischen Vorurteilen vorzubeugen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025">https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://de.wfp.org/krise/in/gaza">https://de.wfp.org/krise/in/gaza</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f">https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html">https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce">https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen">https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/">https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/ </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref8">[8]</a><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b">https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich auf der Landesmitgliederversammlung</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 11:14:51 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90210</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90210</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Terrorangriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 waren eine – für die israelische Bevölkerung - schmerzhafte und retraumatisierende Zäsur. An diesem Tag wurden 1200 israelische Zivilist*innen ermordet und über 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Eines muss klar benannt werden: es ist die Agenda der Hamas und ihrer Verbündeten, den Staat Israel und das jüdische Leben in der Region auszulöschen. Das Existenzrecht Israels, das Recht auf Selbstverteidigung sowie der Schutz jüdischen Lebens sind für uns nicht verhandelbar. Aufgrund der deutschen Geschichte und der Verbrechen des Holocaust tragen wir eine besondere Verantwortung, die dauerhafte Sicherheit Israels und seiner Bürger*innen zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Massaker vom 7. Oktober reagierte die israelische Regierung mit einer militärischen Offensive, die das Ziel verfolgte, die Hamas dauerhaft zu entwaffnen. Angesichts der Zerstörung und der humanitären Lage im Gazastreifen bietet sich inzwischen ein verheerendes Bild. Während sich die Anzahl der Opfer derzeit kaum überprüfen lässt, gehen die Vereinten Nationen von über 60.000 Toten und mehr als 160.000 Verwundeten aus, davon über die Hälfte unter vulnerablen Gruppen wie Kindern, Frauen und alten Menschen.<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Leid der Zivilbevölkerung, die hohen Opferzahlen und das Ausmaß der Zerstörung der kritischen Infrastruktur in Gaza sind erschütternd. Militärische Offensiven in verschiedenen Regionen Gazas haben 90 Prozent der Bevölkerung zu Binnenvertriebenen gemacht und die zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, zum Zusammenbruch gebracht. Neben der fehlenden medizinischen Versorgung beraubt dies insbesondere eine junge Generation in Gaza ihrer Bildungs- und Zukunftschancen. Mitschuld an dieser Tragödie trägt die Hamas, die seit Jahrzehnten gezielt die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Infrastruktur verwischt, um die Menschen vor Ort als Schutzschilde zu missbrauchen. Ein Vorgehen, das eindeutig gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und das wir strikt verurteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 führte die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im März den Krieg im Gazastreifen fort und verhängte zeitgleich eine Blockade über die Lieferung humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.<a href="#_ftn2">[2]</a> In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich. Zudem ist der Zugang zu unabhängigen Informationen aus dem Gazastreifen stark eingeschränkt. Journalist*innen haben keinen freien Zutritt und viele wurden unter zum Teil noch ungeklärten Umständen getötet. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung in Gaza und der gezielten Blockade humanitärer Hilfe muss die Verhältnismäßigkeit der israelischen Selbstverteidigung im Rahmen des humanitären Völkerrechts mittlerweile in Zweifel gezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Treibende Kraft hinter der humanitären Blockade und der Fortsetzung des Kriegs sind die Rechtsextremisten in der israelischen Regierung. Durch Netanjahus innenpolitische Motivation, insbesondere den Willen zum persönlichen Machterhalt, haben sie weit mehr politisches Gewicht, als ihnen mit Blick auf ihre Größe in der Knesset zukommen würde. Vertreter dieser Parteien, wie die Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben sich in der Vergangenheit wiederholt menschenfeindlich über Palästinenser*innen geäußert und eine dezidiert antiarabische Vision eines „Großisrael“ propagiert, die auch eine Annexion des Westjordanlandes einschließt.<a href="#_ftn3">[3]</a> Eine weitere Ausbreitung jüdischer Siedlungen würde eine Befriedung der Region im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung endgültig unmöglich machen. Die kürzlich von der Netanjahu-Regierung auf den Weg gebrachten Beschlüsse, um neue Siedlungen im Westjordanland zu schaffen, verdeutlichen, dass die amtierende Regierung aktiv gegen eine Zwei-Staaten-Lösung arbeitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Fortführung des Krieges in Gaza agiert die Regierung um Netanjahu auch gegen die wachsende Kritik aus den Reihen des eigenen Militärs<a href="#_ftn4">[4]</a> und der Opposition, sowie gegen einen großen Teil der Zivilgesellschaft, der zu Zehntausenden gegen den Krieg demonstriert,<a href="#_ftn5">[5]</a> und gegen die Familien der entführten Geiseln. Diese engagieren sich für ein Ende des Krieges im Gazastreifen und die sichere Rückkehr der noch in Gefangenschaft befindlichen Personen<a href="#_ftn6">[6]</a>, zu denen auch mehrere deutsche Staatsbürger gehören.<a href="#_ftn7">[7]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss sich in dieser Situation und vor dem Hintergrund seiner historischen Verantwortung klar positionieren: solidarisch mit der Zivilgesellschaft vor Ort, für die Sicherheit Israels und im Einklang mit einer regelbasierten Weltordnung. Wir respektieren die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs und seine Rolle bei der Durchsetzung des Völkerrechts. Das Handeln der Netanyahu Regierung hat Israel diplomatisch und international isoliert und damit in existenzielle Gefahr gebracht. Deutschland sollte der amtierenden israelischen Regierung im Interesse der langfristigen Sicherheit Israels im direkten diplomatischen Austausch deutliche Kritik äußern und sich entsprechend eng mit unseren europäischen und internationalen Partnern abstimmen. So hat Annalena Baerbock als Außenministerin bereits Anfang 2024 in Gesprächen in Jerusalem den Einsatz von Hunger scharf verurteilt.<a href="#_ftn8">[8]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ziele sind in erster Linie die Freilassung der Geiseln, Verbesserung der humanitären Versorgung der Menschen in Gaza und eine Reduzierung der israelischen Militäroperationen sowie ein dauerhafter Waffenstillstand. Gleichzeitig müssen personenbezogene Sanktionen (z. B. gegen die Minister Ben-Gvir und Smotrich) auf den Weg gebracht werden, um zu signalisieren, dass ihre menschenfeindliche Politik und Rhetorik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht geduldet wird. Auch die Aussetzung einzelner Kapitel des EU-Assoziierungsabkommens sollte geprüft werden. Deutschland sollte alle Anstrengungen unterstützen und vorantreiben, eine von den arabischen Staaten und der Palästinensische Befreiungsorganisation getragene Nachkriegsordnung in Gaza zu realisieren. Dabei darf keine Einigung mitgetragen werden, die die Terrororganisation Hamas irgendeine politische Rolle zugesteht. Das würde das Leben der Menschen in der Region zukünftig erneut gefährden und die Sicherheit Israels dauerhaft bedrohen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern wird, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Während diese Entscheidung nachvollziehbare Gründe hat und im Grundsatz von uns unterstützt wird, bleibt eine trennscharfe Abgrenzung der Rüstungsgüter schwierig und muss im Kontext der Bedrohung Israels durch eine Vielzahl an Akteuren in der Region und der Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit abgewogen werden. Diese Akteure umfassen neben der Hamas auch den Iran, die Hisbollah im Libanon und Syrien sowie die Huthi im Jemen. Die Verteidigungsfähigkeit Israels darf von einer Einschränkung der Waffenlieferungen nicht beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Monaten haben mehrere Staaten angekündigt, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen, einige haben diesen Schritt bereits vollzogen. Solange die Hamas die politische Führung in Gaza innehat, lehnen wir diese Anerkennung ab. Klar ist, dass es einen geordneten Prozess zur unabhängigen und friedlichen Verwaltung der palästinensischen Gebiete braucht, in dessen Rahmen eine Anerkennung möglich wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnis90/Die Grünen Bremen treten wir für eine friedliche und gerechte Lösung im Nahostkonflikt ein. Die Erklärung von New York, die auch von mehreren arabischen Staaten unterstützt wird, zeichnet die notwendigen Schritte in diese Richtung vor. Dringend erforderlich sind: ein sofortiger Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln, ein dauerhaft uneingeschränkter Zugang für humanitäre Hilfe, die Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, der Wiederaufbau ziviler Infrastruktur sowie die Rückkehr zu ernsthaften Friedensgesprächen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verlauf des Krieges und seine Folgen für Gaza und Israel bewegen sehr viele Menschen in unserem Bundesland. In Bremen und Bremerhaven leben zahlreiche Menschen, die persönliche Beziehungen in die Region haben und direkt von den Kriegsfolgen betroffen sind. Meinungsäußerungen und Demonstrationen, die auf das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen, finden ihre Grenze dort, wo es zu Antisemitismus und Gewalt kommt. Jüdinnen und Juden sollen im Land Bremen sicher leben können. Diskriminierung von Jüdinnen und Juden stellen wir uns ebenso wie antiisraelischem Antisemitismus entschieden entgegen. Im Rahmen der Möglichkeiten unseres Bundeslandes und seiner beiden Kommunen Bremen und Bremerhaven wollen wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Aufnahme von Kindern und Familien aus Gaza und Israel unterstützen, die dringend psychologische oder medizinische Hilfe benötigen. Hier ist die Bundesregierung in der Verantwortung, Strukturen zu schaffen, um eine sichere Einreise zu ermöglichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstützen, die sich der Menschenrechts- und Friedensarbeit im Kontext von Israel und den palästinensischen Gebieten widmen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Effektive Maßnahmen gegen Antisemitismus sowie antimuslimischen Rassismus fördern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulische Formate entwickeln und fördern (z. B. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung), um differenzierte Perspektiven zum Nahostkonflikt zu vermitteln und antisemitischen wie antimuslimischen Vorurteilen vorzubeugen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025">https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://de.wfp.org/krise/in/gaza">https://de.wfp.org/krise/in/gaza</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f">https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html">https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce">https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen">https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/">https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/ </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref8">[8]</a><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b">https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich auf der Landesmitgliederversammlung</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 11:13:09 +0200</pubDate>
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                        <title>LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90209</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90209</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Terrorangriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 waren eine – für die israelische Bevölkerung - schmerzhafte und retraumatisierende Zäsur. An diesem Tag wurden 1200 israelische Zivilist*innen ermordet und über 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Eines muss klar benannt werden: es ist die Agenda der Hamas und ihrer Verbündeten, den Staat Israel und das jüdische Leben in der Region auszulöschen. Das Existenzrecht Israels, das Recht auf Selbstverteidigung sowie der Schutz jüdischen Lebens sind für uns nicht verhandelbar. Aufgrund der deutschen Geschichte und der Verbrechen des Holocaust tragen wir eine besondere Verantwortung, die dauerhafte Sicherheit Israels und seiner Bürger*innen zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Massaker vom 7. Oktober reagierte die israelische Regierung mit einer militärischen Offensive, die das Ziel verfolgte, die Hamas dauerhaft zu entwaffnen. Angesichts der Zerstörung und der humanitären Lage im Gazastreifen bietet sich inzwischen ein verheerendes Bild. Während sich die Anzahl der Opfer derzeit kaum überprüfen lässt, gehen die Vereinten Nationen von über 60.000 Toten und mehr als 160.000 Verwundeten aus, davon über die Hälfte unter vulnerablen Gruppen wie Kindern, Frauen und alten Menschen.<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Leid der Zivilbevölkerung, die hohen Opferzahlen und das Ausmaß der Zerstörung der kritischen Infrastruktur in Gaza sind erschütternd. Militärische Offensiven in verschiedenen Regionen Gazas haben 90 Prozent der Bevölkerung zu Binnenvertriebenen gemacht und die zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, zum Zusammenbruch gebracht. Neben der fehlenden medizinischen Versorgung beraubt dies insbesondere eine junge Generation in Gaza ihrer Bildungs- und Zukunftschancen. Mitschuld an dieser Tragödie trägt die Hamas, die seit Jahrzehnten gezielt die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Infrastruktur verwischt, um die Menschen vor Ort als Schutzschilde zu missbrauchen. Ein Vorgehen, das eindeutig gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und das wir strikt verurteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 und dem Scheitern weiterer Verhandlungen um die Freilassung der Geiseln führte die israelische Regierung den Krieg weiter und verhängte eine wochenlange Blockade humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.[2] In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich.<br>
Das Ausmaß der Zerstörung in Gaza und die gezielte Blockade humanitärer Hilfe macht für uns deutlich, dass die israelische Armee im Verlauf des Krieges den Rahmen des humanitären Völkerrechts verlassen hat und gegen Grundsätze des humanitären Völkerrechts verstößt. Auch wenn die abschließende juristische Beurteilung des Kriegsgeschehend die zuständigen israelischen und internationalen Gerichte wahrscheinlich noch über Jahre beschäftigen wird.<br>
Auch die chaotisch organisierte Wiederaufnahme der Lieferungen hat die prekäre Lage bis heute nicht ausreichend verbessern können. Es ist dringend notwendig, dass die israelische Regierung und die internationalen Hilfsorganisationen gemeinsam zuverlässig für die Grundversorgung der Bevölkerung in Gaza sorgen. Eine Verweigerung der humanitären Grundversorgung kritisieren wir nachdrücklich; sie darf niemals Mittel militärischer Auseinandersetzungen sein.<br><br>
Nach dem Massaker vom 7. Oktober ist es das legitime Ziel Israels, die Herrschaft der Hamas über Gaza zu brechen und damit die Gefahr einer – von der Hamas angekündigten – Wiederholung zu beseitigen. Aber auch in der israelischen Gesellschaft wird zunehmend massiv die Frage gestellt, ob und wieweit dieses legitime Ziel der Entwaffnung der Hamas noch eine Kriegsführung legitimiert, die das Leben der Geiseln gefährdet und die gesamte Bevölkerung Gazas weiter in eine katastrophale Lage bringt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Treibende Kraft hinter der humanitären Blockade und der Fortsetzung des Kriegs sind die Rechtsextremisten in der israelischen Regierung. Durch Netanjahus innenpolitische Motivation, insbesondere den Willen zum persönlichen Machterhalt, haben sie weit mehr politisches Gewicht, als ihnen mit Blick auf ihre Größe in der Knesset zukommen würde. Vertreter dieser Parteien, wie die Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben sich in der Vergangenheit wiederholt menschenfeindlich über Palästinenser*innen geäußert und eine dezidiert antiarabische Vision eines „Großisrael“ propagiert, die auch eine Annexion des Westjordanlandes einschließt.<a href="#_ftn3">[3]</a> Eine weitere Ausbreitung jüdischer Siedlungen würde eine Befriedung der Region im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung endgültig unmöglich machen. Die kürzlich von der Netanjahu-Regierung auf den Weg gebrachten Beschlüsse, um neue Siedlungen im Westjordanland zu schaffen, verdeutlichen, dass die amtierende Regierung aktiv gegen eine Zwei-Staaten-Lösung arbeitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Fortführung des Krieges in Gaza agiert die Regierung um Netanjahu auch gegen die wachsende Kritik aus den Reihen des eigenen Militärs<a href="#_ftn4">[4]</a> und der Opposition, sowie gegen einen großen Teil der Zivilgesellschaft, der zu Zehntausenden gegen den Krieg demonstriert,<a href="#_ftn5">[5]</a> und gegen die Familien der entführten Geiseln. Diese engagieren sich für ein Ende des Krieges im Gazastreifen und die sichere Rückkehr der noch in Gefangenschaft befindlichen Personen<a href="#_ftn6">[6]</a>, zu denen auch mehrere deutsche Staatsbürger gehören.<a href="#_ftn7">[7]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss sich in dieser Situation und vor dem Hintergrund seiner historischen Verantwortung klar positionieren: solidarisch mit der Zivilgesellschaft vor Ort, für die Sicherheit Israels und im Einklang mit einer regelbasierten Weltordnung. Wir respektieren die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs und seine Rolle bei der Durchsetzung des Völkerrechts. Das Handeln der Netanyahu Regierung hat Israel diplomatisch und international isoliert und damit in existenzielle Gefahr gebracht. Deutschland sollte der amtierenden israelischen Regierung im Interesse der langfristigen Sicherheit Israels im direkten diplomatischen Austausch deutliche Kritik äußern und sich entsprechend eng mit unseren europäischen und internationalen Partnern abstimmen. So hat Annalena Baerbock als Außenministerin bereits Anfang 2024 in Gesprächen in Jerusalem den Einsatz von Hunger scharf verurteilt.<a href="#_ftn8">[8]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ziele sind in erster Linie die Freilassung der Geiseln, Verbesserung der humanitären Versorgung der Menschen in Gaza und eine Reduzierung der israelischen Militäroperationen sowie ein dauerhafter Waffenstillstand. Gleichzeitig müssen personenbezogene Sanktionen (z. B. gegen die Minister Ben-Gvir und Smotrich) auf den Weg gebracht werden, um zu signalisieren, dass ihre menschenfeindliche Politik und Rhetorik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht geduldet wird. Auch die Aussetzung einzelner Kapitel des EU-Assoziierungsabkommens sollte geprüft werden. Deutschland sollte alle Anstrengungen unterstützen und vorantreiben, eine von den arabischen Staaten und der Palästinensische Befreiungsorganisation getragene Nachkriegsordnung in Gaza zu realisieren. Dabei darf keine Einigung mitgetragen werden, die die Terrororganisation Hamas irgendeine politische Rolle zugesteht. Das würde das Leben der Menschen in der Region zukünftig erneut gefährden und die Sicherheit Israels dauerhaft bedrohen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern wird, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Während diese Entscheidung nachvollziehbare Gründe hat und im Grundsatz von uns unterstützt wird, bleibt eine trennscharfe Abgrenzung der Rüstungsgüter schwierig und muss im Kontext der Bedrohung Israels durch eine Vielzahl an Akteuren in der Region und der Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit abgewogen werden. Diese Akteure umfassen neben der Hamas auch den Iran, die Hisbollah im Libanon und Syrien sowie die Huthi im Jemen. Die Verteidigungsfähigkeit Israels darf von einer Einschränkung der Waffenlieferungen nicht beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Monaten haben mehrere Staaten angekündigt, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen, einige haben diesen Schritt bereits vollzogen. Solange die Hamas die politische Führung in Gaza innehat, lehnen wir diese Anerkennung ab. Klar ist, dass es einen geordneten Prozess zur unabhängigen und friedlichen Verwaltung der palästinensischen Gebiete braucht, in dessen Rahmen eine Anerkennung möglich wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnis90/Die Grünen Bremen treten wir für eine friedliche und gerechte Lösung im Nahostkonflikt ein. Die Erklärung von New York, die auch von mehreren arabischen Staaten unterstützt wird, zeichnet die notwendigen Schritte in diese Richtung vor. Dringend erforderlich sind: ein sofortiger Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln, ein dauerhaft uneingeschränkter Zugang für humanitäre Hilfe, die Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, der Wiederaufbau ziviler Infrastruktur sowie die Rückkehr zu ernsthaften Friedensgesprächen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verlauf des Krieges und seine Folgen für Gaza und Israel bewegen sehr viele Menschen in unserem Bundesland. In Bremen und Bremerhaven leben zahlreiche Menschen, die persönliche Beziehungen in die Region haben und direkt von den Kriegsfolgen betroffen sind. Meinungsäußerungen und Demonstrationen, die auf das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen, finden ihre Grenze dort, wo es zu Antisemitismus und Gewalt kommt. Jüdinnen und Juden sollen im Land Bremen sicher leben können. Diskriminierung von Jüdinnen und Juden stellen wir uns ebenso wie antiisraelischem Antisemitismus entschieden entgegen. Im Rahmen der Möglichkeiten unseres Bundeslandes und seiner beiden Kommunen Bremen und Bremerhaven wollen wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Aufnahme von Kindern und Familien aus Gaza und Israel unterstützen, die dringend psychologische oder medizinische Hilfe benötigen. Hier ist die Bundesregierung in der Verantwortung, Strukturen zu schaffen, um eine sichere Einreise zu ermöglichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstützen, die sich der Menschenrechts- und Friedensarbeit im Kontext von Israel und den palästinensischen Gebieten widmen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Effektive Maßnahmen gegen Antisemitismus sowie antimuslimischen Rassismus fördern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulische Formate entwickeln und fördern (z. B. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung), um differenzierte Perspektiven zum Nahostkonflikt zu vermitteln und antisemitischen wie antimuslimischen Vorurteilen vorzubeugen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025">https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://de.wfp.org/krise/in/gaza">https://de.wfp.org/krise/in/gaza</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f">https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html">https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce">https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen">https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/">https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/ </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref8">[8]</a><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b">https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich auf der Landesmitgliederversammlung</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 11:01:40 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90205</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90205</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Terrorangriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 waren eine – für die israelische Bevölkerung - schmerzhafte und retraumatisierende Zäsur. An diesem Tag wurden 1200 israelische Zivilist*innen ermordet und über 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Eines muss klar benannt werden: es ist die Agenda der Hamas und ihrer Verbündeten, den Staat Israel und das jüdische Leben in der Region auszulöschen. Das Existenzrecht Israels, das Recht auf Selbstverteidigung sowie der Schutz jüdischen Lebens sind für uns nicht verhandelbar. Aufgrund der deutschen Geschichte und der Verbrechen des Holocaust tragen wir eine besondere Verantwortung, die dauerhafte Sicherheit Israels und seiner Bürger*innen zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Massaker vom 7. Oktober reagierte die israelische Regierung mit einer militärischen Offensive, die das Ziel verfolgte, die Hamas dauerhaft zu entwaffnen. Angesichts der Zerstörung und der humanitären Lage im Gazastreifen bietet sich inzwischen ein verheerendes Bild. Während sich die Anzahl der Opfer derzeit kaum überprüfen lässt, gehen die Vereinten Nationen von über 60.000 Toten und mehr als 160.000 Verwundeten aus, davon über die Hälfte unter vulnerablen Gruppen wie Kindern, Frauen und alten Menschen.<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Leid der Zivilbevölkerung, die hohen Opferzahlen und das Ausmaß der Zerstörung der kritischen Infrastruktur in Gaza sind erschütternd. Militärische Offensiven in verschiedenen Regionen Gazas haben 90 Prozent der Bevölkerung zu Binnenvertriebenen gemacht und die zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, zum Zusammenbruch gebracht. Neben der fehlenden medizinischen Versorgung beraubt dies insbesondere eine junge Generation in Gaza ihrer Bildungs- und Zukunftschancen. Mitschuld an dieser Tragödie trägt die Hamas, die seit Jahrzehnten gezielt die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Infrastruktur verwischt, um die Menschen vor Ort als Schutzschilde zu missbrauchen. Ein Vorgehen, das eindeutig gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und das wir strikt verurteilen. Auch Israel hat eine Verantwortung gegenüber der Zivilbevökerung in Gaza, gerade auch wegen der Rücksichtslosigkeit der Hamas. Israel kommt dieser Verantwortung nicht ausreichend nach.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 führte die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im März den Krieg im Gazastreifen fort und verhängte zeitgleich eine Blockade über die Lieferung humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.<a href="#_ftn2">[2]</a> In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung in Gaza und der gezielten Blockade humanitärer Hilfe muss die Verhältnismäßigkeit der israelischen Selbstverteidigung im Rahmen des humanitären Völkerrechts mittlerweile in Zweifel gezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Treibende Kraft hinter der humanitären Blockade und der Fortsetzung des Kriegs sind die Rechtsextremisten in der israelischen Regierung. Durch Netanjahus innenpolitische Motivation, insbesondere den Willen zum persönlichen Machterhalt, haben sie weit mehr politisches Gewicht, als ihnen mit Blick auf ihre Größe in der Knesset zukommen würde. Vertreter dieser Parteien, wie die Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben sich in der Vergangenheit wiederholt menschenfeindlich über Palästinenser*innen geäußert und eine dezidiert antiarabische Vision eines „Großisrael“ propagiert, die auch eine Annexion des Westjordanlandes einschließt.<a href="#_ftn3">[3]</a> Eine weitere Ausbreitung jüdischer Siedlungen würde eine Befriedung der Region im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung endgültig unmöglich machen. Die kürzlich von der Netanjahu-Regierung auf den Weg gebrachten Beschlüsse, um neue Siedlungen im Westjordanland zu schaffen, verdeutlichen, dass die amtierende Regierung aktiv gegen eine Zwei-Staaten-Lösung arbeitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Fortführung des Krieges in Gaza agiert die Regierung um Netanjahu auch gegen die wachsende Kritik aus den Reihen des eigenen Militärs<a href="#_ftn4">[4]</a> und der Opposition, sowie gegen einen großen Teil der Zivilgesellschaft, der zu Zehntausenden gegen den Krieg demonstriert,<a href="#_ftn5">[5]</a> und gegen die Familien der entführten Geiseln. Diese engagieren sich für ein Ende des Krieges im Gazastreifen und die sichere Rückkehr der noch in Gefangenschaft befindlichen Personen<a href="#_ftn6">[6]</a>, zu denen auch mehrere deutsche Staatsbürger gehören.<a href="#_ftn7">[7]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss sich in dieser Situation und vor dem Hintergrund seiner historischen Verantwortung klar positionieren: solidarisch mit der Zivilgesellschaft vor Ort, für die Sicherheit Israels und im Einklang mit einer regelbasierten Weltordnung. Wir respektieren die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs und seine Rolle bei der Durchsetzung des Völkerrechts. Das Handeln der Netanyahu Regierung hat Israel diplomatisch und international isoliert und damit in existenzielle Gefahr gebracht. Deutschland sollte der amtierenden israelischen Regierung im Interesse der langfristigen Sicherheit Israels im direkten diplomatischen Austausch deutliche Kritik äußern und sich entsprechend eng mit unseren europäischen und internationalen Partnern abstimmen. So hat Annalena Baerbock als Außenministerin bereits Anfang 2024 in Gesprächen in Jerusalem den Einsatz von Hunger scharf verurteilt.<a href="#_ftn8">[8]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ziele sind in erster Linie die Freilassung der Geiseln, Verbesserung der humanitären Versorgung der Menschen in Gaza und eine Reduzierung der israelischen Militäroperationen sowie ein dauerhafter Waffenstillstand. Gleichzeitig müssen personenbezogene Sanktionen (z. B. gegen die Minister Ben-Gvir und Smotrich) auf den Weg gebracht werden, um zu signalisieren, dass ihre menschenfeindliche Politik und Rhetorik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht geduldet wird. Auch die Aussetzung einzelner Kapitel des EU-Assoziierungsabkommens sollte geprüft werden. Deutschland sollte alle Anstrengungen unterstützen und vorantreiben, eine von den arabischen Staaten und der Palästinensische Befreiungsorganisation getragene Nachkriegsordnung in Gaza zu realisieren. Dabei darf keine Einigung mitgetragen werden, die die Terrororganisation Hamas irgendeine politische Rolle zugesteht. Das würde das Leben der Menschen in der Region zukünftig erneut gefährden und die Sicherheit Israels dauerhaft bedrohen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern wird, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Während diese Entscheidung nachvollziehbare Gründe hat und im Grundsatz von uns unterstützt wird, bleibt eine trennscharfe Abgrenzung der Rüstungsgüter schwierig und muss im Kontext der Bedrohung Israels durch eine Vielzahl an Akteuren in der Region und der Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit abgewogen werden. Diese Akteure umfassen neben der Hamas auch den Iran, die Hisbollah im Libanon und Syrien sowie die Huthi im Jemen. Die Verteidigungsfähigkeit Israels darf von einer Einschränkung der Waffenlieferungen nicht beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Monaten haben mehrere Staaten angekündigt, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen, einige haben diesen Schritt bereits vollzogen. Solange die Hamas die politische Führung in Gaza innehat, lehnen wir diese Anerkennung ab. Klar ist, dass es einen geordneten Prozess zur unabhängigen und friedlichen Verwaltung der palästinensischen Gebiete braucht, in dessen Rahmen eine Anerkennung möglich wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnis90/Die Grünen Bremen treten wir für eine friedliche und gerechte Lösung im Nahostkonflikt ein. Die Erklärung von New York, die auch von mehreren arabischen Staaten unterstützt wird, zeichnet die notwendigen Schritte in diese Richtung vor. Dringend erforderlich sind: ein sofortiger Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln, ein dauerhaft uneingeschränkter Zugang für humanitäre Hilfe, die Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, der Wiederaufbau ziviler Infrastruktur sowie die Rückkehr zu ernsthaften Friedensgesprächen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verlauf des Krieges und seine Folgen für Gaza und Israel bewegen sehr viele Menschen in unserem Bundesland. In Bremen und Bremerhaven leben zahlreiche Menschen, die persönliche Beziehungen in die Region haben und direkt von den Kriegsfolgen betroffen sind. Meinungsäußerungen und Demonstrationen, die auf das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen, finden ihre Grenze dort, wo es zu Antisemitismus und Gewalt kommt. Jüdinnen und Juden sollen im Land Bremen sicher leben können. Diskriminierung von Jüdinnen und Juden stellen wir uns ebenso wie antiisraelischem Antisemitismus entschieden entgegen. Im Rahmen der Möglichkeiten unseres Bundeslandes und seiner beiden Kommunen Bremen und Bremerhaven wollen wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Aufnahme von Kindern und Familien aus Gaza und Israel unterstützen, die dringend psychologische oder medizinische Hilfe benötigen. Hier ist die Bundesregierung in der Verantwortung, Strukturen zu schaffen, um eine sichere Einreise zu ermöglichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstützen, die sich der Menschenrechts- und Friedensarbeit im Kontext von Israel und den palästinensischen Gebieten widmen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Effektive Maßnahmen gegen Antisemitismus sowie antimuslimischen Rassismus fördern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulische Formate entwickeln und fördern (z. B. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung), um differenzierte Perspektiven zum Nahostkonflikt zu vermitteln und antisemitischen wie antimuslimischen Vorurteilen vorzubeugen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025">https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://de.wfp.org/krise/in/gaza">https://de.wfp.org/krise/in/gaza</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f">https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html">https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce">https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen">https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/">https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/ </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref8">[8]</a><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b">https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich auf der Landesmitgliederversammlung</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 10:52:01 +0200</pubDate>
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                        <title>LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90204</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90204</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Terrorangriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 waren eine – für die israelische Bevölkerung - schmerzhafte und retraumatisierende Zäsur. An diesem Tag wurden 1200 israelische Zivilist*innen ermordet und über 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Eines muss klar benannt werden: es ist die Agenda der Hamas und ihrer Verbündeten, den Staat Israel und das jüdische Leben in der Region auszulöschen. Das Existenzrecht Israels, das Recht auf Selbstverteidigung sowie der Schutz jüdischen Lebens sind für uns nicht verhandelbar. Aufgrund der deutschen Geschichte und der Verbrechen des Holocaust tragen wir eine besondere Verantwortung, die dauerhafte Sicherheit Israels und seiner Bürger*innen zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Massaker vom 7. Oktober reagierte die israelische Regierung mit einer militärischen Offensive, die das Ziel verfolgte, die Hamas dauerhaft zu entwaffnen. Angesichts der Zerstörung und der humanitären Lage im Gazastreifen bietet sich inzwischen ein verheerendes Bild. Während sich die Anzahl der Opfer derzeit kaum überprüfen lässt, gehen die Vereinten Nationen von über 60.000 Toten und mehr als 160.000 Verwundeten aus, davon über die Hälfte unter vulnerablen Gruppen wie Kindern, Frauen und alten Menschen.<a href="#_ftn1">[1]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Leid der Zivilbevölkerung, die hohen Opferzahlen und das Ausmaß der Zerstörung der kritischen Infrastruktur in Gaza sind erschütternd. Militärische Offensiven in verschiedenen Regionen Gazas haben 90 Prozent der Bevölkerung zu Binnenvertriebenen gemacht und die zivile Infrastruktur, darunter Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, zum Zusammenbruch gebracht. Neben der fehlenden medizinischen Versorgung bedeutet dies eine dauerhafte Gefährdung palästinensicher Kultur in Gaza durch die Zerstörung ihrer materiellen Grundlagen und beraubt insbesondere eine junge Generation ihrer Bildungs- und Zukunftschancen. Mitschuld an dieser Tragödie trägt die Hamas, die seit Jahrzehnten gezielt die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Infrastruktur verwischt, um die Menschen vor Ort als Schutzschilde zu missbrauchen. Ein Vorgehen, das eindeutig gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und das wir strikt verurteilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 führte die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im März den Krieg im Gazastreifen fort und verhängte zeitgleich eine Blockade über die Lieferung humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.<a href="#_ftn2">[2]</a> In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung in Gaza und der gezielten Blockade humanitärer Hilfe muss die Verhältnismäßigkeit der israelischen Selbstverteidigung im Rahmen des humanitären Völkerrechts mittlerweile in Zweifel gezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Treibende Kraft hinter der humanitären Blockade und der Fortsetzung des Kriegs sind die Rechtsextremisten in der israelischen Regierung. Durch Netanjahus innenpolitische Motivation, insbesondere den Willen zum persönlichen Machterhalt, haben sie weit mehr politisches Gewicht, als ihnen mit Blick auf ihre Größe in der Knesset zukommen würde. Vertreter dieser Parteien, wie die Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben sich in der Vergangenheit wiederholt menschenfeindlich über Palästinenser*innen geäußert und eine dezidiert antiarabische Vision eines „Großisrael“ propagiert, die auch eine Annexion des Westjordanlandes einschließt.<a href="#_ftn3">[3]</a> Eine weitere Ausbreitung jüdischer Siedlungen würde eine Befriedung der Region im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung endgültig unmöglich machen. Die kürzlich von der Netanjahu-Regierung auf den Weg gebrachten Beschlüsse, um neue Siedlungen im Westjordanland zu schaffen, verdeutlichen, dass die amtierende Regierung aktiv gegen eine Zwei-Staaten-Lösung arbeitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit der Fortführung des Krieges in Gaza agiert die Regierung um Netanjahu auch gegen die wachsende Kritik aus den Reihen des eigenen Militärs<a href="#_ftn4">[4]</a> und der Opposition, sowie gegen einen großen Teil der Zivilgesellschaft, der zu Zehntausenden gegen den Krieg demonstriert,<a href="#_ftn5">[5]</a> und gegen die Familien der entführten Geiseln. Diese engagieren sich für ein Ende des Krieges im Gazastreifen und die sichere Rückkehr der noch in Gefangenschaft befindlichen Personen<a href="#_ftn6">[6]</a>, zu denen auch mehrere deutsche Staatsbürger gehören.<a href="#_ftn7">[7]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland muss sich in dieser Situation und vor dem Hintergrund seiner historischen Verantwortung klar positionieren: solidarisch mit der Zivilgesellschaft vor Ort, für die Sicherheit Israels und im Einklang mit einer regelbasierten Weltordnung. Wir respektieren die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofs und seine Rolle bei der Durchsetzung des Völkerrechts. Das Handeln der Netanyahu Regierung hat Israel diplomatisch und international isoliert und damit in existenzielle Gefahr gebracht. Deutschland sollte der amtierenden israelischen Regierung im Interesse der langfristigen Sicherheit Israels im direkten diplomatischen Austausch deutliche Kritik äußern und sich entsprechend eng mit unseren europäischen und internationalen Partnern abstimmen. So hat Annalena Baerbock als Außenministerin bereits Anfang 2024 in Gesprächen in Jerusalem den Einsatz von Hunger scharf verurteilt.<a href="#_ftn8">[8]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ziele sind in erster Linie die Freilassung der Geiseln, Verbesserung der humanitären Versorgung der Menschen in Gaza und eine Reduzierung der israelischen Militäroperationen sowie ein dauerhafter Waffenstillstand. Gleichzeitig müssen personenbezogene Sanktionen (z. B. gegen die Minister Ben-Gvir und Smotrich) auf den Weg gebracht werden, um zu signalisieren, dass ihre menschenfeindliche Politik und Rhetorik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht geduldet wird. Auch die Aussetzung einzelner Kapitel des EU-Assoziierungsabkommens sollte geprüft werden. Deutschland sollte alle Anstrengungen unterstützen und vorantreiben, eine von den arabischen Staaten und der Palästinensische Befreiungsorganisation getragene Nachkriegsordnung in Gaza zu realisieren. Dabei darf keine Einigung mitgetragen werden, die die Terrororganisation Hamas irgendeine politische Rolle zugesteht. Das würde das Leben der Menschen in der Region zukünftig erneut gefährden und die Sicherheit Israels dauerhaft bedrohen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern wird, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Während diese Entscheidung nachvollziehbare Gründe hat und im Grundsatz von uns unterstützt wird, bleibt eine trennscharfe Abgrenzung der Rüstungsgüter schwierig und muss im Kontext der Bedrohung Israels durch eine Vielzahl an Akteuren in der Region und der Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit abgewogen werden. Diese Akteure umfassen neben der Hamas auch den Iran, die Hisbollah im Libanon und Syrien sowie die Huthi im Jemen. Die Verteidigungsfähigkeit Israels darf von einer Einschränkung der Waffenlieferungen nicht beeinträchtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Monaten haben mehrere Staaten angekündigt, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen, einige haben diesen Schritt bereits vollzogen. Solange die Hamas die politische Führung in Gaza innehat, lehnen wir diese Anerkennung ab. Klar ist, dass es einen geordneten Prozess zur unabhängigen und friedlichen Verwaltung der palästinensischen Gebiete braucht, in dessen Rahmen eine Anerkennung möglich wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnis90/Die Grünen Bremen treten wir für eine friedliche und gerechte Lösung im Nahostkonflikt ein. Die Erklärung von New York, die auch von mehreren arabischen Staaten unterstützt wird, zeichnet die notwendigen Schritte in diese Richtung vor. Dringend erforderlich sind: ein sofortiger Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln, ein dauerhaft uneingeschränkter Zugang für humanitäre Hilfe, die Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, der Wiederaufbau ziviler Infrastruktur sowie die Rückkehr zu ernsthaften Friedensgesprächen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verlauf des Krieges und seine Folgen für Gaza und Israel bewegen sehr viele Menschen in unserem Bundesland. In Bremen und Bremerhaven leben zahlreiche Menschen, die persönliche Beziehungen in die Region haben und direkt von den Kriegsfolgen betroffen sind. Meinungsäußerungen und Demonstrationen, die auf das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen, finden ihre Grenze dort, wo es zu Antisemitismus und Gewalt kommt. Jüdinnen und Juden sollen im Land Bremen sicher leben können. Diskriminierung von Jüdinnen und Juden stellen wir uns ebenso wie antiisraelischem Antisemitismus entschieden entgegen. Im Rahmen der Möglichkeiten unseres Bundeslandes und seiner beiden Kommunen Bremen und Bremerhaven wollen wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Aufnahme von Kindern und Familien aus Gaza und Israel unterstützen, die dringend psychologische oder medizinische Hilfe benötigen. Hier ist die Bundesregierung in der Verantwortung, Strukturen zu schaffen, um eine sichere Einreise zu ermöglichen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstützen, die sich der Menschenrechts- und Friedensarbeit im Kontext von Israel und den palästinensischen Gebieten widmen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Effektive Maßnahmen gegen Antisemitismus sowie antimuslimischen Rassismus fördern,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulische Formate entwickeln und fördern (z. B. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung), um differenzierte Perspektiven zum Nahostkonflikt zu vermitteln und antisemitischen wie antimuslimischen Vorurteilen vorzubeugen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025">https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-3-september-2025</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://de.wfp.org/krise/in/gaza">https://de.wfp.org/krise/in/gaza</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f">https://www.spiegel.de/ausland/israel-usa-empoeren-sich-ueber-aufruehrerische-gaza-aeusserungen-von-itamar-ben-gvir-a-b9755fe9-b913-4546-8dfa-9970c5ad530f</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html">https://www.nytimes.com/2024/06/20/world/middleeast/netanyahu-israel-idf-war.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a><a href="https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce">https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-zigtausende-demonstrieren-in-jerusalem-vor-netanyahu-residenz-fuer-kriegsende-a-ed205fcc-e0d5-4fb9-8df8-901e7775b8ce</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen">https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/nahost-israel-krieg-gazastreifen-geiseln-waffenstillstand-demonstrationen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/">https://www.juedische-allgemeine.de/israel/nennt-ihre-namen/ </a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref8">[8]</a><a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b">https://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-annalena-baerbock-und-benjamin-netanjahu-geraten-heftig-aneinander-a-90e5c7cf-7eb3-4f49-8ef5-0cf0d2854d1b</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich auf der Landesmitgliederversammlung</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 10:50:35 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: A4: Wissen schafft und sichert Zukunft</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/wissen-schafft-und-sichert-zukunft-53511?commentId=15704#comm15704</link>
                        <author>Maike-Sophie Mittelstädt</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/wissen-schafft-und-sichert-zukunft-53511?commentId=15704#comm15704</guid>
                        <description><![CDATA[Die Änderunganträge Ä1, A2, Ä3 wurden übernommen, Ä4 wurde modifiziert übernommen. ]]></description>
                        <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 12:52:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Wissen schafft und sichert Zukunft</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/wissen-schafft-und-sichert-zukunft-53511</link>
                        <author>Christoph Schulte im Rodde</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/wissen-schafft-und-sichert-zukunft-53511</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wissen schafft und sichert Zukunft</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Lehre und Forschung ist eine zentrale Grundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft. Sie ist heute in vielen Ländern gefährdet. Dabei produzieren Hochschulen und Forschungseinrichtungen unverzichtbares Wissen, fördern Innovationen und tragen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse aller bei. Gerade in Zeiten von Krisen und wachsender Verunsicherung brauchen wir unabhängige, verlässliche Stimmen, kritisches Denken und wissenschaftliche Impulse, die über kurzfristige politische oder ökonomische Interessen hinaus die Zukunft für Menschen und Umwelt am Gemeinwohl orientiert gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen bekennen sich klar zur Freiheit der Wissenschaft als Garant für eine zukunftsfähige, aufgeklärte, offene und vielfältige Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Freiheit der Wissenschaft sichern und nachhaltig finanzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre muss auf allen Ebenen – EU, Bund und Länder – verankert, gestärkt und finanziert werden. Wir fordern eine garantierte und unabhängige Finanzierung von Wissenschaft sowie ihre explizite Sicherung in den Verfassungen von Bund und Ländern als unveräußerliches Recht. Öffentlich finanzierte und steuersubventionierte Forschungsförderung muss transparent, ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien und frei von politischen, weltanschaulichen oder ökonomischen Einflussnahmen erfolgen. Wissenschaftliche Freiheit bedeutet auch, dass kontroverse Fragestellungen erforscht und unterschiedliche Meinungen offen diskutiert werden können, ohne Einschränkungen durch externe Erwartungshaltungen. Nur so bleiben Wissenschaft und Forschung unabhängig, glaubwürdig und zukunftsweisend an gesellschaftlichen Belangen orientiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. vernetzte Forschungsf</strong><strong>örderung als Standortfaktor und Innovationstreiber</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Forschung ist ein entscheidender Innovationstreiber und Standortfaktor für Bremen und Bremerhaven. Dafür ist sowohl die Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung unverzichtbar. Hierzu ist ein koordiniertes Vorgehen von Hochschulen, Forschungsinstituten und Wissenschaftsbehörde notwendig, um ihre Unterstützungsdienstleistungen für die Einwerbung von Forschungsmitteln und den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu optimieren und bürokratische Belastungen zu minimieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern in diesem Sinne eine digitalisierte Forschungsverwaltung und eine Innovationsbörse, die gezielt Wissenschaftler:innen, Start-Ups und kleine Unternehmen aus den Wissenschaftseinrichtungen vernetzt, die nachhaltige Technologien oder soziale Innovationen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Bildungsgerechtigkeit und Kooperationen mit Schulen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern, die Verbindung zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Schulen zu stärken, um Lernende in jeder Phase umfassend zu begleiten und zielgenau zu unterstützen, um frühzeitiges Interesse für Forschung zu wecken und um damit die Fachkräfte von morgen zu fördern. Chancengleichheit beginnt bereits bei der frühkindlichen Bildung, die wir ausbauen. Gleichzeitig sollen Investitionen in Schulen, Lehrkräfte und digitale Infrastruktur Bildungsgerechtigkeit herstellen.<br><br><strong>Dem Grünen Ressort der Senatorin für Umwelt-, Klima- und Wissenschaft fällt hier eine besondere Gestaltungs- und Umsetzungsverantwortung in der Stärkung der Wissenschaft in den Umwelt- und Klimawissenschaften und durch die Einbindung von Bildung und Wirtschaft zu, damit Bremen als Wissenschaftsstandort Zukunft sichern kann.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begründung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bremen verfügt als Wissenschaftsstandort über herausragende Potenziale und hat große Chancen, muss sich aber zugleich den Herausforderungen der Klimakrise, des digitalen Wandels sowie (geo)politischer und gesellschaftlicher Umbrüche stellen. Nur durch starke und vernetzte Hochschulen, gut ausgestattete Forschungseinrichtungen und Schulen und durch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kann Bremen innovative, gerechte, wettbewerbsfähige und nachhaltige Lösungen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders die Verzahnung von Wissenschaft mit den grünen Schwerpunkten Umwelt, Klima und nachhaltiger Technologie sichert Bremen eine zukunftsgerichtete, ökologische und sozial gerechte Entwicklung. Wissen ist das Fundament unserer Zukunft.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 12:52:13 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Wissen schafft und sichert Zukunft</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90164</link>
                        <author>Christoph Schulte im Rodde</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90164</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wissen schafft und sichert Zukunft</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Lehre und Forschung ist eine zentrale Grundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft. Sie ist heute in vielen Ländern gefährdet. Dabei produzieren Hochschulen und Forschungseinrichtungen unverzichtbares Wissen, fördern Innovationen und tragen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse aller bei. Gerade in Zeiten von Krisen und wachsender Verunsicherung brauchen wir unabhängige, verlässliche Stimmen, kritisches Denken und wissenschaftliche Impulse, die über kurzfristige politische oder ökonomische Interessen hinaus die Zukunft für Menschen und Umwelt am Gemeinwohl orientiert gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen bekennen sich klar zur Freiheit der Wissenschaft als Garant für eine zukunftsfähige, aufgeklärte, offene und vielfältige Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Freiheit der Wissenschaft sichern und nachhaltig finanzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre muss auf allen Ebenen – EU, Bund und Länder – verankert, gestärkt und finanziert werden. Wir fordern eine garantierte und unabhängige Finanzierung von Wissenschaft sowie ihre explizite Sicherung in den Verfassungen von Bund und Ländern als unveräußerliches Recht. Öffentlich finanzierte und steuersubventionierte Forschungsförderung muss transparent, ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien und frei von politischen, weltanschaulichen oder ökonomischen Einflussnahmen erfolgen. Wissenschaftliche Freiheit bedeutet auch, dass kontroverse Fragestellungen erforscht und unterschiedliche Meinungen offen diskutiert werden können, ohne Einschränkungen durch externe Erwartungshaltungen. Nur so bleiben Wissenschaft und Forschung unabhängig, glaubwürdig und zukunftsweisend an gesellschaftlichen Belangen orientiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. vernetzte Forschungsf</strong><strong>örderung als Standortfaktor und Innovationstreiber</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Forschung ist ein entscheidender Innovationstreiber und Standortfaktor für Bremen und Bremerhaven. Dafür ist sowohl die Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung unverzichtbar. Hierzu ist ein koordiniertes Vorgehen von Hochschulen, Forschungsinstituten und Wissenschaftsbehörde notwendig, um ihre Unterstützungsdienstleistungen für die Einwerbung von Forschungsmitteln und den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu optimieren und bürokratische Belastungen zu minimieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern in diesem Sinne eine digitalisierte Forschungsverwaltung und eine Innovationsbörse, die gezielt Wissenschaftler:innen, Start-Ups und kleine Unternehmen aus den Wissenschaftseinrichtungen vernetzt, die nachhaltige Technologien oder soziale Innovationen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Bildungsgerechtigkeit und Kooperationen mit Schulen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern, die Verbindung zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Schulen zu stärken, um Lernende in jeder Phase umfassend zu begleiten und zielgenau zu unterstützen, um frühzeitiges Interesse für Forschung zu wecken und um damit die Fachkräfte von morgen zu fördern. Chancengleichheit beginnt bereits bei der frühkindlichen Bildung, die wir ausbauen. Gleichzeitig sollen Investitionen in Schulen, Lehrkräfte und digitale Infrastruktur Bildungsgerechtigkeit herstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begründung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bremen verfügt als Wissenschaftsstandort über herausragende Potenziale und hat große Chancen, muss sich aber zugleich den Herausforderungen der Klimakrise, des digitalen Wandels sowie (geo)politischer und gesellschaftlicher Umbrüche stellen. Nur durch starke und vernetzte Hochschulen, gut ausgestattete Forschungseinrichtungen und Schulen und durch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kann Bremen innovative, gerechte, wettbewerbsfähige und nachhaltige Lösungen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders die Verzahnung von Wissenschaft mit den grünen Schwerpunkten Umwelt, Klima und nachhaltiger Technologie sichert Bremen eine zukunftsgerichtete, ökologische und sozial gerechte Entwicklung. Wissen ist das Fundament unserer Zukunft.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 12:45:24 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Wissen schafft und sichert Zukunft</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90163</link>
                        <author>Christoph Schulte im Rodde</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90163</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wissen schafft und sichert Zukunft</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Lehre und Forschung ist eine zentrale Grundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft. Sie ist heute in vielen Ländern gefährdet. Dabei produzieren Hochschulen und Forschungseinrichtungen unverzichtbares Wissen, fördern Innovationen und tragen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse aller bei. Gerade in Zeiten von Krisen und wachsender Verunsicherung brauchen wir unabhängige, verlässliche Stimmen, kritisches Denken und wissenschaftliche Impulse, die über kurzfristige politische oder ökonomische Interessen hinaus die Zukunft für Menschen und Umwelt am Gemeinwohl orientiert gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen bekennen sich klar zur Freiheit der Wissenschaft als Garant für eine zukunftsfähige, aufgeklärte, offene und vielfältige Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Freiheit der Wissenschaft sichern und nachhaltig finanzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre muss auf allen Ebenen – EU, Bund und Länder – verankert, gestärkt und finanziert werden. Wir fordern eine garantierte und unabhängige Finanzierung von Wissenschaft sowie ihre explizite Sicherung in den Verfassungen von Bund und Ländern als unveräußerliches Recht. Öffentlich finanzierte und steuersubventionierte Forschungsförderung muss transparent, ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien und frei von politischen, weltanschaulichen oder ökonomischen Einflussnahmen erfolgen. Wissenschaftliche Freiheit bedeutet auch, dass kontroverse Fragestellungen erforscht und unterschiedliche Meinungen offen diskutiert werden können, ohne Einschränkungen durch externe Erwartungshaltungen. Nur so bleiben Wissenschaft und Forschung unabhängig, glaubwürdig und zukunftsweisend an gesellschaftlichen Belangen orientiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. vernetzte Forschungsf</strong><strong>örderung als Standortfaktor und Innovationstreiber</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Forschung ist ein entscheidender Innovationstreiber und Standortfaktor für Bremen und Bremerhaven. Dafür ist sowohl die Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung unverzichtbar. Hierzu ist ein koordiniertes Vorgehen von Hochschulen, Forschungsinstituten und Wissenschaftsbehörde notwendig, um ihre Unterstützungsdienstleistungen für die Einwerbung von Forschungsmitteln und den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu optimieren und bürokratische Belastungen zu minimieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern in diesem Sinne eine digitalisierte Forschungsverwaltung und eine Innovationsbörse, die gezielt Wissenschaftler:innen, Start-Ups und kleine Unternehmen aus den Wissenschaftseinrichtungen vernetzt, die nachhaltige Technologien oder soziale Innovationen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dem grünen Ressort Umwelt-, Klima- und Wissenschaft fällt hier eine besondere Gestaltungs- und Umsetzungsverantwortung zu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Bildungsgerechtigkeit und Kooperationen mit Schulen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern, die Verbindung zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Schulen zu stärken, um Lernende in jeder Phase umfassend zu begleiten und zielgenau zu unterstützen, um frühzeitiges Interesse für Forschung zu wecken und um damit die Fachkräfte von morgen zu fördern. Chancengleichheit beginnt bereits bei der frühkindlichen Bildung, die wir ausbauen. Gleichzeitig sollen Investitionen in Schulen, Lehrkräfte und digitale Infrastruktur Bildungsgerechtigkeit herstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begründung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bremen verfügt als Wissenschaftsstandort über herausragende Potenziale und hat große Chancen, muss sich aber zugleich den Herausforderungen der Klimakrise, des digitalen Wandels sowie (geo)politischer und gesellschaftlicher Umbrüche stellen. Nur durch starke und vernetzte Hochschulen, gut ausgestattete Forschungseinrichtungen und Schulen und durch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kann Bremen innovative, gerechte, wettbewerbsfähige und nachhaltige Lösungen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders die Verzahnung von Wissenschaft mit den grünen Schwerpunkten Umwelt, Klima und nachhaltiger Technologie sichert Bremen eine zukunftsgerichtete, ökologische und sozial gerechte Entwicklung. Wissen ist das Fundament unserer Zukunft.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 12:45:08 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: Wissen schafft und sichert Zukunft</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90162</link>
                        <author>Christoph Schulte im Rodde</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wissen schafft und sichert Zukunft</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Lehre und Forschung ist eine zentrale Grundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft. Sie ist heute in vielen Ländern gefährdet. Dabei produzieren Hochschulen und Forschungseinrichtungen unverzichtbares Wissen, fördern Innovationen und tragen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse aller bei. Gerade in Zeiten von Krisen und wachsender Verunsicherung brauchen wir unabhängige, verlässliche Stimmen, kritisches Denken und wissenschaftliche Impulse, die über kurzfristige politische oder ökonomische Interessen hinaus die Zukunft für Menschen und Umwelt am Gemeinwohl orientiert gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen bekennen sich klar zur Freiheit der Wissenschaft als Garant für eine zukunftsfähige, aufgeklärte, offene und vielfältige Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Freiheit der Wissenschaft sichern und nachhaltig finanzieren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre muss auf allen Ebenen – EU, Bund und Länder – verankert, gestärkt und finanziert werden. Wir fordern eine garantierte und unabhängige Finanzierung von Wissenschaft sowie ihre explizite Sicherung in den Verfassungen von Bund und Ländern als unveräußerliches Recht. Öffentlich finanzierte und steuersubventionierte Forschungsförderung muss transparent, ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien und frei von politischen, weltanschaulichen oder ökonomischen Einflussnahmen erfolgen. Wissenschaftliche Freiheit bedeutet auch, dass kontroverse Fragestellungen erforscht und unterschiedliche Meinungen offen diskutiert werden können, ohne Einschränkungen durch externe Erwartungshaltungen. Nur so bleiben Wissenschaft und Forschung unabhängig, glaubwürdig und zukunftsweisend an gesellschaftlichen Belangen orientiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. vernetzte Forschungsf</strong><strong>örderung als Standortfaktor und Innovationstreiber</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Forschung ist ein entscheidender Innovationstreiber und Standortfaktor für Bremen und Bremerhaven. Dafür ist sowohl die Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung unverzichtbar. Hierzu ist ein koordiniertes Vorgehen von Hochschulen, Forschungsinstitute und Wissenschaftsbehörde um ihre Unterstützungsdienstleistungen für die Einwerbung von Forschungsmitteln und den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu optimieren und bürokratische Belastungen minimieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern in diesem Sinne eine digitalisierte Forschungsverwaltung und eine Innovationsbörse, die gezielt Wissenschaftler:innen, Start-Ups und kleine Unternehmen aus den Wissenschaftseinrichtungen vernetzt, die nachhaltige Technologien oder soziale Innovationen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dem grünen Ressort Umwelt-, Klima- und Wissenschaft fällt hier eine besondere Gestaltungs- und Umsetzungsverantwortung zu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Bildungsgerechtigkeit und Kooperationen mit Schulen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern, die Verbindung zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Schulen zu stärken, um Lernende in jeder Phase umfassend zu begleiten und zielgenau zu unterstützen, um frühzeitiges Interesse für Forschung zu wecken und um damit die Fachkräfte von morgen zu fördern. Chancengleichheit beginnt bereits bei der frühkindlichen Bildung, die wir ausbauen. Gleichzeitig sollen Investitionen in Schulen, Lehrkräfte und digitale Infrastruktur Bildungsgerechtigkeit herstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begründung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bremen verfügt als Wissenschaftsstandort über herausragende Potenziale und hat große Chancen, muss sich aber zugleich den Herausforderungen der Klimakrise, des digitalen Wandels sowie (geo)politischer und gesellschaftlicher Umbrüche stellen. Nur durch starke und vernetzte Hochschulen, gut ausgestattete Forschungseinrichtungen und Schulen und durch die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kann Bremen innovative, gerechte, wettbewerbsfähige und nachhaltige Lösungen entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders die Verzahnung von Wissenschaft mit den grünen Schwerpunkten Umwelt, Klima und nachhaltiger Technologie sichert Bremen eine zukunftsgerichtete, ökologische und sozial gerechte Entwicklung. Wissen ist das Fundament unserer Zukunft.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 12:44:49 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Kommentar zu: A2: Gemeinschaft lässt sich nicht verordnen - Strukturelle Probleme angehen statt über Dienstpflichten diskutieren </title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/Gemeinschaft-lasst-sich-nicht-verordnen-Strukturelle-Probleme-angehe-60955?commentId=15647#comm15647</link>
                        <author>Maike-Sophie Mittelstädt</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/Gemeinschaft-lasst-sich-nicht-verordnen-Strukturelle-Probleme-angehe-60955?commentId=15647#comm15647</guid>
                        <description><![CDATA[Hinweis, da Globalalternativen nicht wie andere Änderungsanträge am Rand dargestellt werden:
Es gibt derzeit zwei Globalalternative zu diesem Antrag, die erste vom Landesvorstand ist weiter oben in einem Kommentar verlinkt, die zweite findet ihr unter: https://bremen.antragsgruen.de/bremen/Gemeinschaft-lasst-sich-nicht-verordnen-Strukturelle-Probleme-angehe-60955/93438]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 19:08:16 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä30 zu LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90209/amendment/93441</link>
                        <author>Hendrik Pröhl (KV Bremen Links der Weser (LdW))</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/motion/90209/amendment/93441</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_42501_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 55 bis 56 einfügen:</h4><div><p>das Leben der Geiseln gefährdet und die gesamte Bevölkerung Gazas weiter in eine katastrophale Lage bringt.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br>Auch der Zugang zu Informationen war bereits vor dem 07. Oktober und seitdem massiv verstärkt Teil des Konfliktes. Einen unabhängigen Zugang für Journalist*innen in den Gazastreifen verbietet das israelische Militär. Mehr als 170 Journalist*innen wurden seit Beginn der Kampfhandlungen vom israelischen Militär getötet [Quellen s.u., ggf. entsprechend anpassen]; wie viele Opfer der Hamas wurden ist nicht rekonstruierbar. Begründet wurde die Tötung von Journalist*innen wiederholt mit Beschuldigungen der Beteiligung an terroristischer Aktivität, die angesichts des besonderen Schutzstatus von Journalist*innen unzureichend belegt waren und auch selbst nicht überprüfbar sind. Somit bilden die Mitteilungen des israelischen Militärs selbst eine der wenigen Informationsquellen, die ebenfalls nicht neutral überprüft werden können, insbesondere in deutschsprachigen Medien aber die Berichterstattung dominieren. Berichte aus dem Gazastreifen von dort aushelfenden europäischen und nordamerikanischen Ärzt*innen sowie von unter Einsatz ihres Lebens arbeitenden lanfristigen Partner*innen internationaler Medien bieten nur einen beschränkten Einnblick. Auf die Wahrnehmung dieser Arbeit nehmen Vertreter*innen der israelischen Regierung wiederholt Einfluss durch Leugnungen, Diskreditierungen und Vorwürfe der Unterstützung der Hamas, die auf eine weitere Unterbindung der Berichterstattung abzielen. Der begrenzte Informationsfluss aus dem Gazastreifen trägt bei zu einem Ungleichgewicht in der Personalisierung und Aufmerksamkeit: Während die unter grausamsten Bedingungen festgehaltenen Geiseln der Hamas richtigerweise namentlich bekannt sind, bleibt das Leid der Palästinenser*innen weitgehend gesichtslos aus der Distanz betrachtet. Eine umfassend informierte Beurteilung der Zustände im Gazastreifen ist praktisch unmöglich. Umso mehr braucht es den unbeschränkten Zugang für unabhängige Berichterstattung, um ein Bild der Lage in Gaza und eine Beurteilung der Zustände durch die internationalen Gemeinschaft zu ermöglichen.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Erfolgt mündlich</p>
<p>Quellen entsprechend einarbeiten:</p>
<p><a href="https://rsf.org/en/country/palestine">https://rsf.org/en/country/palestine</a></p>
<p><a href="https://cpj.org/special-reports/2024-is-deadliest-year-for-journalists-in-cpj-history-almost-70-percent-killed-by-israel/">https://cpj.org/special-reports/2024-is-deadliest-year-for-journalists-in-cpj-history-almost-70-percent-killed-by-israel/</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 12:27:05 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä29 zu LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93440</link>
                        <author>Hendrik Pröhl (KV Bremen Links der Weser (LdW))</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93440</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_42501_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 29 bis 40:</h4><div><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">und dem Scheitern weiterer Verhandlungen um die Freilassung der Geiseln </ins>führte die <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">israelische </ins>Regierung <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im März </del>den Krieg <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">im Gazastreifen fort</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">weiter</ins> und verhängte <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">zeitgleich </del>eine <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">wochenlange </ins>Blockade <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">über die Lieferung </del>humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><a href="#_ftn2">[2]</a></del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">[2]</ins> In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> Angesichts des Ausmaßes </del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br>Das Ausmaß </ins>der Zerstörung in Gaza und <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">der gezielten</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die gezielte</ins> Blockade humanitärer Hilfe <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">muss</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">macht für uns deutlich, dass</ins> die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Verhältnismäßigkeit der israelischen Selbstverteidigung</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">israelische Armee</ins> im <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Verlauf des Krieges den </ins>Rahmen des humanitären Völkerrechts <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">mittlerweile </del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">verlassen hat und gegen Grundsätze des humanitären Völkerrechts verstößt. Auch wenn die abschließende juristische Beurteilung des Kriegsgeschehend die zuständigen israelischen und internationalen Gerichte wahrscheinlich noch über Jahre beschäftigen wird.<br>Auch die chaotisch organisierte Wiederaufnahme der Lieferungen hat die prekäre Lage bis heute nicht ausreichend verbessern können. Es ist dringend notwendig, dass die israelische Regierung und die internationalen Hilfsorganisationen gemeinsam zuverlässig für die Grundversorgung der Bevölkerung </ins>in <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Zweifel gezogen werden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Gaza sorgen. Eine Verweigerung der humanitären Grundversorgung kritisieren wir nachdrücklich; sie darf niemals Mittel militärischer Auseinandersetzungen sein.<br><br>Nach dem Massaker vom 7. Oktober ist es das legitime Ziel Israels, die Herrschaft der Hamas über Gaza zu brechen und damit die Gefahr einer – von der Hamas angekündigten – Wiederholung zu beseitigen. Aber auch in der israelischen Gesellschaft wird zunehmend massiv die Frage gestellt, ob und wieweit dieses legitime Ziel der Entwaffnung der Hamas noch eine Kriegsführung legitimiert, die das Leben der Geiseln gefährdet und die gesamte Bevölkerung Gazas weiter in eine katastrophale Lage bringt.<br><br>Internationale Gerichte befassen sich über die Besetzung des Westjordanlandes hinaus nun auch mit dem Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza, sowie mit den Verbrechen der Hamas. Der Internationale Strafgerichtshof hat im Herbst 2024 Haftbefehle gegen einerseits die Führungsriege der Hamas und andererseits gegen Premierminister Netanyahu und seinen ehemaligen Verteidigungsminister erlassen, da diese für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich seien. Auch viele NGOs, etwa die israelische Organisation B´Tselem, sehen im israelischen Vorgehen einen Völkermord. Der Internationale Gerichtshof ermittelt derzeit wegen des Verdachts auf einen Völkermord gegen Israel. Im Januar 2024 verpflichtete er Israel, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, wie etwa die Gewährleistung humanitärer Hilfe und die Verfolgung öffentlicher Aufstachlungen, um einen Genozid in Gaza zu verhindern. <strong>Zuletzt befand</strong><strong>eine unabhängige Kommission des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, dass das Vorgehen von Regierungs- und Militärakteur*innen - darunter direkte Militärgewalt, Aushungern, und die Zerstörung der grundlegenden medizinischen Infrastruktur - im Kontext ihrer Aussagen und erklärten Ziele als auf die Auslöschung der Palästinenser*innen abzielend und somit als Genozid zu werten sei. [</strong><strong><em><span class="underline">QUELLE anpassen</span></em></strong></ins><strong><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">]. Hieraus ergibt sich umso mehr die Verantwortung, der Gewalt unmittelbar Einhalt zu gebieten und die Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen</ins>.</strong></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Ggf. nach Ä28; Begründung erfolgt mündlich</p>
<p>Quelle entsprechend anpassen:</p>
<p><a href="https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/09/israel-has-committed-genocide-gaza-strip-un-commission-finds">https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/09/israel-has-committed-genocide-gaza-strip-un-commission-finds</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 12:20:02 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä28 zu LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93439</link>
                        <author>Hendrik Pröhl (KV Bremen Links der Weser (LdW))</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93439</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_42501_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 29 bis 40:</h4><div><p>Nach einigen Wochen der Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2025 <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">und dem Scheitern weiterer Verhandlungen um die Freilassung der Geiseln </ins>führte die <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">israelische </ins>Regierung <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im März </del>den Krieg <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">im Gazastreifen fort</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">weiter</ins> und verhängte <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">zeitgleich </del>eine <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">wochenlange </ins>Blockade <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">über die Lieferung </del>humanitärer Hilfsgüter nach Gaza. Die folgende Hungersnot betrifft Hunderttausende Menschen. 132.000 Kinder sind aufgrund akuter Mangelernährung vom Tod bedroht.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><a href="#_ftn2">[2]</a></del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">[2]</ins> In mehreren Anordnungen und Gutachten hat der Internationale Gerichtshof (IGH) die Dringlichkeit des Schutzes der Zivilgesellschaft betont. Das undifferenzierte Vorgehen gegen die Bevölkerung in Gaza verurteilen wir nachdrücklich.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> Angesichts des Ausmaßes </del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br>Das Ausmaß </ins>der Zerstörung in Gaza und <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">der gezielten</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die gezielte</ins> Blockade humanitärer Hilfe <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">muss</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">macht für uns deutlich, dass</ins> die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Verhältnismäßigkeit der israelischen Selbstverteidigung</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">israelische Armee</ins> im <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Verlauf des Krieges den </ins>Rahmen des humanitären Völkerrechts <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">mittlerweile </del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">verlassen hat und gegen Grundsätze des humanitären Völkerrechts verstößt. Auch wenn die abschließende juristische Beurteilung des Kriegsgeschehend die zuständigen israelischen und internationalen Gerichte wahrscheinlich noch über Jahre beschäftigen wird.<br>Auch die chaotisch organisierte Wiederaufnahme der Lieferungen hat die prekäre Lage bis heute nicht ausreichend verbessern können. Es ist dringend notwendig, dass die israelische Regierung und die internationalen Hilfsorganisationen gemeinsam zuverlässig für die Grundversorgung der Bevölkerung </ins>in <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Zweifel gezogen werden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Gaza sorgen. Eine Verweigerung der humanitären Grundversorgung kritisieren wir nachdrücklich; sie darf niemals Mittel militärischer Auseinandersetzungen sein.<br><br>Nach dem Massaker vom 7. Oktober ist es das legitime Ziel Israels, die Herrschaft der Hamas über Gaza zu brechen und damit die Gefahr einer – von der Hamas angekündigten – Wiederholung zu beseitigen. Aber auch in der israelischen Gesellschaft wird zunehmend massiv die Frage gestellt, ob und wieweit dieses legitime Ziel der Entwaffnung der Hamas noch eine Kriegsführung legitimiert, die das Leben der Geiseln gefährdet und die gesamte Bevölkerung Gazas weiter in eine katastrophale Lage bringt.<br><br>Unterdrückung und Brüche des Völkerrechts sind dabei keine neue Erscheinung nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023, den sie keinesfalls rechtfertigen, sondern Ausdruck eines strukturellen Unrechts, das seit Jahrzehnten andauert</ins>.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 12:17:14 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu A2: Gemeinschaft lässt sich nicht verordnen - Strukturelle Probleme angehen statt über Dienstpflichten diskutieren </title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/Gemeinschaft-lasst-sich-nicht-verordnen-Strukturelle-Probleme-angehe-60955/93438</link>
                        <author>Henrike Müller (KV Bremen Links der Weser (LdW))</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/Gemeinschaft-lasst-sich-nicht-verordnen-Strukturelle-Probleme-angehe-60955/93438</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_16620_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 164:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Forderungen nach Dienstpflichten geistern von der CDU bis zum Bundespräsidenten seit Monaten durch die Debatten und Rufe nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht kommen von ganz Rechts sowieso.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen erfordern ein nachhaltiges Umdenken, wenn es um die Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz und den sozialen Zusammenhalt geht. Angesichts vermehrter Umweltkatastrophen, des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, zunehmender Cyberangriffe, hybrider Kriegsführung sowie einer zunehmenden und teilweise aktiv betriebenen gesellschaftlichen Spaltung und Segregation ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Reaktionsfähigkeit auf all diese Herausforderungen und Bedrohungen stärken und die Bevölkerung sowohl für ein besseres soziales Miteinander als auch für neue Sicherheitsherausforderungen sensibilisieren. Es ist richtig, dass der Bund die finanziellen Grundlagen für den Wiederaufbau der Infrastruktur und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit geschaffen hat. Doch Investitionen allein reichen nicht aus. Wir brauchen auch mehr helfende Hände, Sachverstand und Kooperation, sei es im Zivil-, Katastrophen- oder im Umweltschutz, im sozialen und gesellschaftlichen Bereich – auch, aber nicht nur während akuter Krisen.<br><br>Gerade deshalb ist die aktuelle Entscheidung der Bundesregierung, die Wehrpflicht einfach in alter Form wiederzubeleben, ein fatales Signal. Ein Pflichtdienst, der als reine Wehrpflicht, weiterhin nur Männer und nur die junge Generation betrifft und ausschließlich auf militärischen Dienst setzt, ignoriert die gesellschaftliche Realität von heute und verstärkt sogar alte Ungerechtigkeiten.<br><br>Stattdessen brauchen wir ein zukunftsfähiges Modell, das die gesamte Gesellschaft einbindet. Wir unterstützen daher die Idee eines verpflichtenden Dienstjahres für alle jungen Menschen nach Abschluss der Schulpflicht. Dieses Dienstjahr muss flexibel gestaltet sein und echte Wahlmöglichkeiten eröffnen: Einsätze etwa in sozialen Einrichtungen, im Katastrophenschutz, in Umweltprojekten, in der Pflege, in Bildungseinrichtungen, aber auch in der Cybersicherheit müssen gleichberechtigt neben einem militärischen Dienst stehen. Nur so lässt sich die Vielfalt der Herausforderungen abbilden und bewältigen, vor denen wir als Gesellschaft stehen.<br><br>Darüber hinaus wollen wir ein freiwilliges Dienstjahr für alle, die sich über das verpflichtende Dienstjahr hinaus engagieren möchten, deutlich ausbauen. Die Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit allen interessierten und dazu bereiten Bürger*innen ist dafür eine zentrale Voraussetzung.<br><br>Ein modernes Dienstjahr darf kein Zwang ohne Gegenleistung sein und auch nicht auf ehrenamtliches Engagement reduziert bleiben. Angemessene finanzielle Entschädigung, Anrechnung auf Rentenansprüche sowie die Anerkennung im Beruf, für Ausbildung und Studium müssen garantiert werden. Gerade junge Menschen haben Anspruch auf echte Wahlfreiheit – auch zeitlich – und darauf, dass ihre individuellen Stärken, Interessen und Pläne berücksichtigt werden. Begleitet werden sollte das Dienstjahr von Qualifizierungsangeboten, insbesondere in für zivilgesellschaftliches Engagement, Krisenmanagement, Katastrophenschutz und digitale Resilienz.<br><br>Die Bremer Grünen stellen klar: Eine Rückkehr zur klassischen Wehrpflicht ist der falsche Weg. Sie ist weder gerecht noch geeignet, die aktuellen und zukünftig absehbaren Krisen zu bewältigen. Wir setzen stattdessen auf ein verpflichtendes Dienstjahr für alle, das Wahlmöglichkeiten zwischen sozialem Engagement und Umweltprojekten, Katastrophenschutz und militärischem Dienst, eröffnet – und verzahnen es mit einem breiteren, attraktiveren Angebot freiwilliger Dienste. Nur so können wir die gesamtgesellschaftliche Resilienz aufbauen, die wir im 21. Jahrhundert wirklich brauchen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Und jetzt ist es tatsächlich so weit: Ende August hat die Regierung das neue Wehrdienstgesetz auf den Weg gebracht. Ab nächstem Jahr werden Jugendlichen, die 18 werden, Fragebögen zugeschickt. Diese verpflichten Männer ab dem Geburtsjahr 2008, Angaben zu Abschlüssen, Fitness und Bereitschaft zum Militärdienst zu machen, auch alle anderen werden dazu angehalten.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Ab 2027 sollen für Männer dann auch Musterungen erforderlich sein. Der Wehrdienst an sich soll zwar vorerst freiwillig bleiben, aber eine Verpflichtung kann jederzeit per Gesetz vom Bundestag angeordnet werden, wofür bereits ein unklar definierter Personalmangel reicht.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Am Wehrdienst ist nicht nur zu kritisieren, dass er sich mal wieder gegen junge Menschen richtet, er ist auch ein weiterer Schritt hin zu mehr Militarisierung. Wir werden daran gewöhnt, Militär als normalen Teil der Gesellschaft und Politik zu sehen, wodurch zivile Lösungen und Friedenspolitik weiter an Bedeutung verlieren.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Bundeswehr ist aber kein normaler Arbeitsplatz, sondern geprägt von autoritären Machtstrukturen, sexualisierter Gewalt, Sexismus und Rechtsextremismus. Gerade die Art, wie Macht in der Bundeswehr organisiert ist, ist zutiefst undemokratisch. Sie ist ein Ort normalisierter Gewalt und toxischer Männlichkeit. Schon bisher kommen die Strukturen der Bundeswehr nicht dagegen an, was ein massiver Zuwachs nur verschlimmern wird.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Dabei hatten wir 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr. Die Schuldenbremse wurde unter anderem für Verteidigungsausgaben ausgesetzt, jetzt bleiben für junge Menschen nicht nur Schulden, sie müssen auch als Soldat*innen herhalten. Die Bundeswehr scheitert nicht einfach am Mangel von Geld und jungen Menschen – das System ist nicht schlecht ausgestattet, es ist kaputt. Die Beschaffungs- und Besoldungssysteme blockieren die effiziente Nutzung der bestehenden Möglichkeiten. Und selbst wenn man in der Aufrüstungslogik argumentieren wollte, fehlen nicht junge Menschen, die nur für ein Jahr bleiben und eigentlich keinen Bock haben, sondern Fachkräfte.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Auch ist die Möglichkeit, die Wehrpflicht auf FLINTA* auszuweiten, nicht etwa ein Schritt zu mehr Gleichstellung, wie es uns verkauft wird (6), sondern verschärft bestehende Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft. Frauen* übernehmen bereits 44 % mehr unbezahlte Care-Arbeit (1). Sie nun auch noch für „Verteidigung“ verantwortlich zu machen, bedeutet eine dreifache Belastung. Eine Dienstpflicht für alle verteilt über das Leben von 18 bis zum Renteneintritt würde dies verschärfen. Während Männer, die bereits einen Wehr- oder Ersatzdienst geleistet haben, sich diesen anrechnen lassen könnten, würden Frauen* nachträglich in die Pflicht genommen, obwohl sie besonders häufig in sozialen und Pflegeberufen arbeiten.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Ebenso zeigen sich beim Thema Bezahlung der Auszubildenden enorme Ungerechtigkeiten. Ab 2027 liegt das Einstiegsgehalt für Wehrdienstleistende bei der Bundeswehr bei 2000 € netto, dazu kommen Unterkunft und Verpflegung, die gestellt werden, sowie weitere Vergünstigungen wie kostenloses Bahnfahren und Zuschüsse zum Führerschein. Gleichzeitig liegt das Durchschnittsgehalt in Ausbildungen nur knapp über 1000 €, ohne zusätzliche Vergünstigungen. Stellen wir Militär wirklich über Gesundheitsversorgung, Pflege oder Kinderbetreuung? Dieses Ungleichgewicht wirft nicht nur Fragen nach gesellschaftlicher Wertschätzung auf, sondern führt auch dazu, dass die Bundeswehr für marginalisierte Jugendliche eine der wenigen Möglichkeiten ist, schnell finanziell unabhängig zu werden. Für privilegierte Menschen ist der Wehrdienst dagegen leichter abzulehnen, während andere aus finanziellen Gründen in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt werden.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Dass CDU und Co. die Lösung gesellschaftlicher Probleme – von der Verteidigungsfähigkeit bis zur Stabilisierung der Gesundheits- und Pflegesysteme – gerne jungen Menschen überlassen ist kein Geheimnis. Ende März kam aber tatsächlich von den bayerischen Grünen der Ruf nach einem verpflichtenden “Freiheitsdienst.” Diesen haben auch Stimmen der Bremer Grünen öffentlich mit Zustimmung aufgegriffen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Aber nicht nur die Verpflichtung für militärische Zwecke ist problematisch. Allen Vorschlägen zur Einführung einer Dienstpflicht für die Lösung struktureller Probleme ist gemein, dass sie gemeinschaftliche Aufgaben und Versäumnisse auf Einzelne abwälzen. Der Fokus auf junge Menschen nimmt umso mehr diejenigen in die Verantwortung, die für die Entstehung der Probleme am wenigsten verantwortlich sind. Insbesondere für die überlasteten Pflege- und Gesundheitssysteme soll eine Dienstpflicht Abhilfe schaffen; und auch Organisationen im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz sollen durch zusätzliches Personal abgesichert werden. Vorschläge variieren dabei zwischen einer Dienstzeit von einem Jahr am Stück oder aufgeteilt auf beispielsweise die Zeit zwischen dem 18. Geburtstag und dem Renteneintrittsalter.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Dabei verschärfen Dienstpflichten die bestehenden Ungerechtigkeiten und Hürden für ehrenamtliches Engagement, die der Vierte Engagementbericht der Bundesregierung von 2024 unterstreicht (2; 3). Zuallererst muss Engagement bezahlbar sein. Das Taschengeld der Freiwilligendienste von maximal 644€, das in der Realität häufig niedriger liegt, kommt nicht in die Nähe des Existenzminimums und verwehrt so vielen den Zugang zum bestehenden Angebot.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Zeitmangel hält besonders diejenigen von Engagement ab, die familiäre Sorge- und Pflegearbeit übernehmen. Auch hier belastet eine Dienstpflicht in einer patriarchalen Gesellschaft FINTA*s also nur zusätzlich (1). Zuletzt resignieren insbesondere junge Menschen von der Teilhabe an der Gesellschaft, weil sie ihre Interessen ignoriert und sich als übergangen wahrnehmen (4) – eine Dienstpflicht nimmt massiv Selbstbestimmung über den eigenen Lebensweg vorweg.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Finanzielle und zeitliche Sorgen der Menschen treffen dabei zusammen mit der bestehenden Unterfinanzierung zentraler gesellschaftlicher Stellen: Sowohl potenzielle Einsatzstellen als auch die Trägerorganisationen der Freiwilligendienste stehen häufig am Rande ihrer Kapazitäten, Freiwillige angemessen betreuen zu können. Gleichzeitig müssen sich zivilgesellschaftliche Organisationen und soziale Dienste regelmäßig gegen Kürzungen wehren und sind vonseiten rechter Parteien zunehmend Zeit und Kraft raubenden Angriffen ausgesetzt. Eine Dienstpflicht würde beispielsweise unzählige schlecht bezahlte Arbeitskräfte ohne Ausbildung in die Gesundheits-, Pflege- und Sozialsektoren drängen. In allen herrscht akuter Mangel an Fachkräften, den die Angestellten momentan nur durch gesundheitsschädliche Überlastung auffangen. Statt ihnen die Einarbeitung Verpflichteter aufzubürden, müssen sie nachhaltig entlastet werden.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die politische Debatte über und der Aufbau von Strukturen zur Umsetzung und pädagogischen Betreuung von Pflichtdiensten binden stattdessen Ressourcen und Aufmerksamkeit. Somit sind auch Pflichtdienste jenseits der Wehrpflicht ein massiver Eingriff in die Selbstbestimmung. Gleichzeitig lösen sie nicht die Probleme, vor denen unsere Gesellschaft steht, sondern halten sie aufrecht, während sie bestehende Ungerechtigkeiten verschärfen. Die Entwicklung nachhaltiger und gerechter Problemlösungen für explodierende Lebenshaltungskosten, überlastete Gesundheitssysteme und den Zusammenbruch des Klimasystems wird ganz im Sinne der Konservativen und Rechten aus der Debatte verdrängt.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Unsere Antwort auf die Debatte um eine Dienstpflicht ist der konsequente Ausbau von Freiwilligendiensten und der Einsatz für dauerhafte, solidarische Lösungen. Statt junge Menschen in eine Pflicht zu zwingen, müssen wir die Rahmenbedingungen so verbessern, dass sich möglichst viele freiwillig dafür entscheiden.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Das bedeutet, Angebote in ihrer Anzahl, Zugänglichkeit und Attraktivität massiv auszubauen. Sie müssen allen, insbesondere jungen, Menschen ohne zusätzliche Unterstützung offenstehen. Das aktuell kaum zum Leben reichende „Taschengeld“ muss in ein existenzsicherndes Freiwilligengeld ausgebaut werden. Ansonsten festigen Jugendfreiwilligendienste die Privilegien von finanziell gut gestellten Familien. Unterschiede in der Bezahlung zum Wehrdienst müssen reduziert werden, um nicht-militärischem, zivilgesellschaftlichem Engagement angemessenere Wertschätzung zukommen zu lassen. Die Einsatzstellen verdienen stabile, verlässliche Finanzierung, die das Angebot von Dienstplätzen ermöglicht, aber ihre Unabhängigkeit wahrt. Das Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl 2025 hat die richtige Richtung eingeschlagen: Es sieht den Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienstplatz und entsprechenden Ausbau der Bundesfreiwilligendienste vor (5).</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Debatten, ob es nun sechs oder zwölf Monate sein sollen, am Stück oder aufgeteilt, von aufgelösten Wehrämtern oder überlasteten Freiwilligendienststrukturen koordiniert, zielen alle darauf ab, eine unverantwortliche Idee möglichst störungsfrei umzusetzen. Neue Strukturen aufzubauen lenkt ab davon, kaputte zu reparieren. Aufgabe der Grünen muss sein, den politischen Diskurs wieder zu öffnen für strukturelle Lösungen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Deshalb ist die Position der Grünen Bremen: Die bestehenden Freiwilligendienste müssen ausgebaut und durch existenzsichernde Vergütung tatsächlich allen Menschen zugänglich machen; auch die Förderung für eigenverantwortliches zivilgesellschaftliches Engagement muss erhalten und ausgebaut werden. Wir bleiben dabei, einen Raum zu öffnen für strukturelle Lösungen, aber Dienstpflichten jeder Art lehnen wir ab: Denn sie verschlimmern Ungerechtigkeiten, binden dringend benötigte Kapazitäten, und wälzen gemeinschaftliche Verantwortung ab auf diejenigen, die jetzt schon am meisten unter den Versäumnissen der letzten Jahre leiden!</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Quellen</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">(1) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2025): Gender Care Gap - ein Indikator für die Gleichstellung; <a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap/indikator-fuer-die-gleichstellung/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294">https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap/indikator-fuer-die-gleichstellung/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294</a></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">(2) Deutscher Bundestag (2024), Drucksache 20/14120: Vierter Engagementbericht Zugangschancen zum freiwilligen Engagement und Stellungnahme der Bundesregierung;<a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/253736/dd4ef263cc3ef07961b92a09e5e99ffc/vierter-engagementbericht-2024-data.pdf">https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/253736/dd4ef263cc3ef07-961b92a09e5e99ffc/vierter-engagementbericht-2024-data.pdf</a></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">(3) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2024): Vierter Engagementbericht Zugangschancen zum freiwilligen Engagement Zentrale Ergebnisse; <a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/264738/ff6cd5914000bdb0b7d5c924012cee18/vierter-engagementbericht-barrierefrei-deutsch-data.pdf">https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/264738/ff6cd5914000bdb0b7d5c924012cee1-8/vierter-engagementbericht-barrierefrei-deutsch-data.pdf</a></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">(4) BertelsmannStiftung (2024): Mehr Engagement junger Menschen ist möglich - wenn sie sich ernst genommen fühlen; <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2024/dezember/mehr-engagement-junger-menschen-ist-moeglich-wenn-sie-sich-ernst-genommen-fuehlen">https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2024/dezember/mehr-engagement-junger-menschen-ist-moeglich-wenn-sie-sich-ernst-genommen-fuehlen</a></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">(5) Bündnis 90/Die Grünen (2025): Zusammen Wachsen – Regierungsprogramm 2025, S. 111, <a href="https://cms.gruene.de/uploads/assets/20250318_Regierungsprogramm_DIGITAL_DINA5.pdf">https://cms.gruene.de/uploads/assets/20250318_Regierungsprogramm_DIGITAL_DINA5.p-df</a></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">(6)<a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-08/wehrpflicht-frauen-friedrich-merz-bundeswehr-feminismus">https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-08/wehrpflicht-frauen-friedrich-merz-bundeswehr-feminismus</a></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 11:58:11 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä15 zu LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93437</link>
                        <author>Hermann Kuhn (KV Bremen-Mitte)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93437</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_42501_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 118 bis 120:</h4><div><p>im Land Bremen sicher leben können. Diskriminierung von Jüdinnen und Juden stellen wir uns ebenso wie antiisraelischem Antisemitismus entschieden entgegen.<del class="space" aria-label="Streichen: „Leerzeichen”">[Leerzeichen]</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br>Wir verurteilen Boykottaufrufe und Boykottaktionen gegen KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und SportlerInnen, nur weil die Jüdinnen und Juden sind.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p><em>Angesichts der wachsenden aktuellen Vorfälle (ua. Knzertabsage, Abbruch Radrennen) dringend notwendig.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 11:49:51 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä12 zu LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93436</link>
                        <author>Hermann Kuhn (KV Bremen-Mitte)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93436</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_42501_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 96 bis 97 einfügen:</h4><div><p>Libanon und Syrien sowie die Huthi im Jemen. Die Verteidigungsfähigkeit Israels darf von einer Einschränkung der Waffenlieferungen nicht beeinträchtigt werden.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br>Israel musste sich und muss sich weiterhin gegen die vom Iran gesteuerte und finanzierte „Achse des Widerstandes“ verteidigen, gegen Angriffe der Hisbollah, der Huthi und des Iran. Ohne Beendigung dieser Bedrohungen kann es keinen dauerhaften Frieden im Nahen Osten geben. Der Iran muss den Bau einer Atombombe nachprüfbar aufgeben und die Aufrüstung seiner Proxis gegen Israel beenden. Die Regierung des Libanon muss bei der Entwaffnung der Hisbollah unterstützt werden.</ins></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p><em>Man kann die Reaktionen Israels, auch die innenpolitische Entwicklung, nicht ohne Kenntnis der Gesamtbedrohung des Landes verstehen. Sie hat sich auch nach den militärischen Erfolgen noch nicht grundsätzlich geändert. </em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 11:47:18 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä10 zu LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93435</link>
                        <author>Hermann Kuhn (KV Bremen-Mitte)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93435</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_42501_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 89 bis 94:</h4><div><p><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr nach Israel liefern wird, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Während diese Entscheidung nachvollziehbare Gründe hat und im Grundsatz von uns unterstützt wird, bleibt eine trennscharfe Abgrenzung der Rüstungsgüter schwierig und</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die Frage der Lieferung von deutschen Rüstungsgütern an Israel</ins> muss im Kontext der Bedrohung Israels durch eine Vielzahl an Akteuren in der Region und der Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit abgewogen </p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p><em>Der generelle Stopp von Rüstungsgütern, die in Gaza verwendet werden können, setzt die Einschätzung voraus, dass dieser Krieg an sich völkerrechtswidrig ist. Für diese Einschätzung gibt es so pauschal trotz aller Behauptungen keine plausible Begründung. </em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 11:45:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä7 zu LA1: Solidarität und Sicherheit auf Basis des Völkerrechts: Für Frieden in Israel und Gaza</title>
                        <link>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93434</link>
                        <author>Hermann Kuhn (KV Bremen-Mitte)</author>
                        <guid>https://bremen.antragsgruen.de/bremen/solidaritat-und-sicherheit-auf-basis-des-volkerrechts-fur-frieden-in-33702/93434</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_42501_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 75 bis 76:</h4><div><p>Die Ziele sind <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">in erster Linie</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die Entwaffnung der Hamas,</ins> die Freilassung der Geiseln, Verbesserung der humanitären Versorgung der Menschen in Gaza und eine Reduzierung der </p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p><em>So sind die Ziele richtig auch in Zeile108 beschrieben.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 11:42:46 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>